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Samstag, 20. Juli 2013

Alles hat zwei Seiten - die Decke ist fertig!!

Katze b2-b3


Yipiiijehhheee, ich hab fertig!!! Sogar einen ganzen Tag (und eine ganze Nacht!!) vor dem Geburtstag meiner Mama. So, und nun wohnt die Decke bei ihr. Ich habe letztendlich alle Streifen irgendwie getroffen:

mediumchic

subchic

perfetto
Mein bester Helfer war dabei dieses Klebeband von IKEA, das man aufbügeln kann. Damit hab ich die Verbindungstreifen auf beiden Seiten fixiert und dann genäht. Ich hab das Band in der Breite halbiert, man braucht ne ganze Menge (geht am besten mit einem superscharfen Messer, wenn das Band noch zusammengelegt ist). Ist natürlich extrem unpraktisch, wenn der Künstler die Reihenfolge der Quadrate vergeigt und das erst merkt, wenn er sie schon so richtig eingearbeitet hat mit festgeklebtem und genähtem Einfassband :( 

Aber jetzt ist alles in der richtigen Reihenfolge und chic. Nur mein Kater muss sich was anderes suchen.


Als ich so richtig frustriert war wegen trennen und klebt und geht nicht und falsch getrennt und keks, meinte mein großes Kind: Mama, wenn du jetzt durchhältst, musst du das niiiie wieder in die Hand nehmen. Das ist doch mal ein Argument!

Das Einfassband, oder Binding wie der Fachmann wohl sagt, hab ich dann vor dem Nähen von der Rückseite mit stylefix fixiert - weil ich meinen Bandeinfasser nicht verstehe ;) Insgesamt hat die Decke einen Umfang von 7,80 m, das sind über 15 m Fummelnaht nur zum Einfassen rundrum. Ich muss ein Held sein!




Sonntag, 29. Juli 2012

Frustrierter Perfektionist an Patchworkdecke


Letztes Jahr vor Weihnachten erfuhr meine Mutter, sie würde die nächste Zeit in verschiedenen Betten verbringen. Wenn sie bei ihrem unfreiwilligen couch-surfing mal wieder zu Hause vorbeischlittert, sollte sie eine wunderschöne Decke vorfinden, unter der sie schnell wieder gesund werden oder sich zumindest sehr geliebt fühlen sollte, es heißt doch, das Lächeln, das du beim Nähen (/Basteln etc.) auf den Lippen hast, wird sich in dem wiederfinden, was du machst.

Meine große Tochter, der Ästhet unter uns ;), suchte und sortierte Stoffe und ich fing an zu nähen.  Mein erstes Patchworkprojekt, wenn man den kleinen Kissenbären mal vergisst. Okay, bis Weihnachten war absolut unrealistisch und dafür hatte sie sich ohnehin einen leichten Bademantel für ihre bevorstehende Bettentour gewünscht (hatte ich berichtet?), aber vielleicht, wenn sie wiederkommt? Nee, das wurde auch nichts. OK, dann eben, wenn sie von der Kur wiederkommt. Auch nicht. Im Juli wurde sie 70. Nee, immer noch nicht, aber immerhin alle Quadrate fertig (okay, bis auf zwei) 

Die Decke geht so, dass man jedes Karo einzeln macht, wobei Oberseite, Vlies und Unterseite gleichzeitig gearbeitet werden. Am Ende zaubert man die fertigen Quadrate mit einem Streifen  in Kontrastfarbe irgendwie zusammen. Also mit zwei, um genau zu sein. Vorder- und Rückseite sind ja ein Teil, also sieht man die Naht der einen Seite natürlich auf der anderen Seite. Und das triff mal einer so, dass es von beiden Seiten gut aussieht! Man stelle sich vor, die Naht, die man auf der einen Seite näht, muss den Streifen haargenau  an der richtigen Stelle auf der Rückseite treffen, das klappt natürlich kein bisschen. Wie zum Kuckuck macht man das??? Frau Heller??

Die Decke an sich finden wir alle wunderschön und meine Mutter meinte, bis Weihnachten (dieses Jahr) wäre doch toll :) Mir gefällt besonders, dass sie sich je nach Tageslaune immer wieder ein neues Lieblingsquadrat aussuchen kann.

Die Anleitung gibts im Heft Gütermann creativ 7/2011, online scheinen aber nur die diesjährigen Hefte zu sein.

Eure Tipps und Tricks bitte hierher :) und nun kommt die Bildergalerie:

erster und treuer Fan in jeder Phase
 
ich hab da schon mal was vorbereitet :)




blöd  wenn man 20 cm kauft
und dann nirgendwo ein 20-cm-Streifen herauskommt
Alle drei Lagen zusammen (Oberseite, Unterseite, Vlies) sind
ganz schön dick, piekste da eine Stecknadel durch alle Schichten,
gibts mindestens Falten und sehr wahrscheinlich Verschiebungen.
So die "auf einer Seite super Nahtzugabe, auf der Rückseite huch,
wo isse denn?!
-Sorte) Damit das nicht passiert, kann man z.B. jede
Stoffseite nur bis zum Vlies fixieren (und dann das ganze nochmal von
 der anderen Seite. Natürlich auf der späteren Unterseite in gebührendem
Sicherheitsabstand von der Nadel, denn da sehen wir ja nix
mehr nach dem Umdrehen)
 
So sieht die gleiche Stelle von der Vorderseite aus. Man kann gut erkennen,
dass die Nadelspitzen hier an der Nahtlinie, also deutlich näher am Rand, sind.
Damit die Quadrate "gleichmäßig wachsen", habe ich neue Streifen immer auf
der blauen Seite beginnend im Uhrzeigersinn rangebastelt. Na ja, was heißt immer,
erst nachdem ich verstanden hatte, dass sonst Kuddelmuddel rauskommt.
So ungefähr beim 10. Quadrat :)


Wirklich viel Zeit spart es, die beiden verwendeten Stiche
mit den größeren Stichlängen und -breiten als extra Stiche zu
programmieren, weil man ja ständig zwischen diesen beiden wechselt
und dann jedesmal die Stichlänge und -breite anpassen müsste.
Keine Sorge, schon nach dem 12. Karo habe ich eingesehen, dass es
schneller geht, doch mal  in der Anleitung nachzulesen, wie man
das macht, als dauernd an den Knöpfen rumzuspielen :)

Man braucht ganz schön viel Nähgarn und staubwischen sollte auch mal jemand :)








Geduldiger Gesellschafter