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Freitag, 25. März 2011

Tierisch langes Wochenende

Gebt mir ein langes Wochenende (und bei einer Woche mit zwei Arbeitstagen kommt wohl auch der frustrierteste Dienst-nach-Vorschrift-Macher nicht umhin, das Wochenende als lang zu bezeichnen) und versteckt mein Ladekabel, schwupp, schon entspringt meiner Nähmaschine gar sonderbares Getier.



Diese beiden schwarzen Kater hier zum Beispiel. Der vordere hat eine Briefmarke an der Stelle, wo andere ein Herz haben, denn er war ein Geschenk für einen briefmarkensammelnden Katzenliebhaber (mit vier schwarzen und einer schwarz-orange gepunkteten Katze). So im Nachhinein würde ich sagen, dass ihm statt Katze mit stilisierter Briefmarke drauf vielleicht Briefmarke mit stilisierter Katze drauf besser gefallen hätte.

Die rechte Katze hat auch ein Handycap, mein Rat an alle Politiker: Sparen an der falschen Stelle lässt einen bald ein langes Gesicht machen. Howgh. Hintergrund dieser unverzichtbaren Weisheit ist der, dass ich die Schnittteile bei der zweiten Katze so auf den Stoff gelegt habe, dass sie möglichst platzsparend draufpassen. Was ist mir Strich, was Fadenlauf?! Beim Füllen wurde dann Miezens Gesicht immer länger und länger, bis sie endlich eher wie der Pink Panther in schwarz aussah. Das kommt davon, wenn man dehnbare Stoffe verarbeitet und nicht mitdenkt.

Bei früheren Einträgen hatte ich ja schon mal das Problem mit den Öhrchen angesprochen (Während des Nähenssieht das so aus: Kein Ohr am Kopf: Bär. Ein Ohr am Kopf: Bär. Zwei Ohren am Kopf: Maus. Hmpf.) Bei den Katzen hab ich nichts dem Zufall überlassen und mir fachlichen Rat und Beistand geholt, ein Modell, meine Muse:



Wozu hat man eine Katze vor der Nämaschine?? Damit man den Sitz der Ohren studieren kann, nicht etwa, um sie ärgerlich wegzuscheuchen.

Bei dieser Dame klappte alles besser:


Őcicasága ist ein Wunschkind meiner Kollegin. Für ihr Wunschkind. Das schon groß und derzeit zum Studium in Rom ist. Die Arme! <falschesMitleidheuchel>


Mir hat sie ohne-was-an, à la nature sozusagen, besser gefallen und ich bin sicher, der eine oder andere kennt den Effekt ;), aber sie sollte ein Kleid haben und nun hat sie also ein rosa Kleid.





In echt schmollt sie übrigens kein bißchen.

Und dann diese Karnickel. Guckt man zwei Minuten nicht hin, sind es schon wieder fünf mehr. Unglaublich, wie die sich vermehren.












Und was macht derweil die Muse? 

Pause.

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Kaninchen No 1


Mit diesem Tilda-Kaninchen hat alles angefangen - es war ein Geburtstagsgeschenk für meine Mutter, deren große Schwester kurz vorher zu ihr gesagt hatte: Warum hast du Karnickel denn die Betten abgezogen?! Ich hab so gelacht, und meine Mutter, die sich eh nie etwas wünscht, bekam also ein Tilda-Karnickel. Ein last-minute-Projekt, deshalb konnte ich später auch nur dieses Foto herumzeigen.

Eine beinahe-Kollegin, die ich über die Vorbereitung der Pécs-Ausstellung in Berlin kenne, hatte mir ein kreatives Wochenende gewünscht, mit dem Foto hab ich mich für die guten Wünsche bedankt und ihr auch vom hochwasser-Projekt erzählt. Sie arbeitet mit und in Osteuropa, fand die Idee gut und hat doch gleich ein Karnickel bestellt! Das hab ich stolz meiner Mutter erzählt, die daraufhin zwei bestellte, dann rief die Kollegin wieder an und stockte ihre Bestellung auf vier auf. So bin ich unter die Kaninchenzüchter gegangen :) Allerdings mussten die vier Langohren für die Kollegin babytauglich sein. War das "Mama-Karnickel" noch vorlagennah aus Leinen, sollte die Nachzucht lieber weich und griffig sein , keine Knöpfe haben und gestickte Augen. Ob es ein Mädchen oder ein Junge werden würde, stand noch nicht fest, da fanden wir grün mehrheitsfähig. Eine gute Wahl, bis mir der karierte Stoff in die Hände fiel ...

Entstanden ist vorerst Nummer 1:


No 1 gehört jetzt einem kleinen Jungen, den das Rosa hoffentlich noch eine Weile fasziniert :)