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Montag, 15. Juni 2015

Katerersatzkater

Wo gehört ein Kater hin? Auf's Sofa. Noch Fragen??

Eine Freundin, brauchte, fand ich, aus Gründen, die nicht hierhergehören, einen Ersatzkater als Katerersatz. Also hat sie ihn bekommen. Und ich bin ja so was von stolz, denn den hab ich ganz und gar ohne Anleitung und Schnitt gemacht, nur ein bisschen im Katalog der Beasts von Sigikid gekiebitzt :)

Mein großes Kind wollte den Kopf kaum mehr hergeben, als er fertig war und schnurrte nur: sooo weich!!, das kleine Kind hätte gern das ganze Katertier behalten und hat es unter dem Arm zur Schule getragen (wo Cobra dann übernommen hat). Wie der fertige Katerersatzkater in der Nacht hier so auf dem Stuhl saß, dachte ich auch jedesmal, ach, da bist du ja. Ich vermisse nämlich meine Muse ganz schrecklich und er saß da so katerig (wir kurzsichtigen erkennen ja eher Silhouetten).

Auf der Post, morgens vor der Arbeit: der Kater, ein Yogakissen und ein Sportbeutel müssen in ein Paket und zwingend binnen 24 h zugestellt werden. Ich packe alles auf die Waage, wieviel kostet das denn? Schluck. Ach, was soll's. Ein zweiter Postmann, im Vorbeigehen: Wassn das? Ein Schaf? SCHAAAF??? KATER!! Nee, da kuschelt er lieber mit seinem eigenen. Vor dem würde man ja Angst kriegen. ANGST??? Mein Postmann, besänftigend (hatte ich doch Blitze in den Augen??): Ach was, für Kinder ist das sicher niedlich. Ich sage ihm nicht, dass der Empfänger schon eine ganze Weile kein Kind mehr ist. Fast mach ich mir Sorgen, aber die Rezeption von Kunst liegt ja immer und so. Mein Postmann holt sein Demo-Paket runter, wir machen den Testlauf, Kater, Kissen und Beutel passen irgendwie rein. Während ich den Paketaufkleber beschrifte, bastelt der Postmann für mich das Paket zusammen. Postleitzahl??? Hab ich irgendwo im Telefon. Wo ist das Telefon? Der Postbeamte packt Kater, Kissen und Beutel geduldig in die fertige neue Kiste, ich beschrifte noch immer meinen blöden Zettel. Fertig! Hm, sagt der Postmann, ja wohl nicht Berlin, oder? Hab ich Berlin geschrieben??? Mein Postmann klebt das Paket zu. Mist, jetzt ist gar keine Karte drin! Dabei sollte doch auf die eine Seite "Ersatzkater" und auf die andere "Katerersatz". Planung ist alles. Meine Rückensensoren signalisieren Unmut. Oh, wo kommen denn die ganzen Leute her?! Ach ja, ist ja Post, Freitagmorgen vor der Arbeit, oh-oh ... 

Die Freundin dachte tatsächlich, ich schick ihr ein schwarzes Schaf und hat Beleidigtsein erwogen. (Der zweite Postbeamte: Sehnse!) Ich muss dringend an meiner Außenwirkung arbeiten. Oder nicht undeklariertes freestyle-Frachtgut verschicken. Wie ich gehört habe, hat der Kater (aber nicht unter falschem Namen!) seinen Zauber gewirkt :I

Freitag, 25. März 2011

Tierisch langes Wochenende

Gebt mir ein langes Wochenende (und bei einer Woche mit zwei Arbeitstagen kommt wohl auch der frustrierteste Dienst-nach-Vorschrift-Macher nicht umhin, das Wochenende als lang zu bezeichnen) und versteckt mein Ladekabel, schwupp, schon entspringt meiner Nähmaschine gar sonderbares Getier.



Diese beiden schwarzen Kater hier zum Beispiel. Der vordere hat eine Briefmarke an der Stelle, wo andere ein Herz haben, denn er war ein Geschenk für einen briefmarkensammelnden Katzenliebhaber (mit vier schwarzen und einer schwarz-orange gepunkteten Katze). So im Nachhinein würde ich sagen, dass ihm statt Katze mit stilisierter Briefmarke drauf vielleicht Briefmarke mit stilisierter Katze drauf besser gefallen hätte.

Die rechte Katze hat auch ein Handycap, mein Rat an alle Politiker: Sparen an der falschen Stelle lässt einen bald ein langes Gesicht machen. Howgh. Hintergrund dieser unverzichtbaren Weisheit ist der, dass ich die Schnittteile bei der zweiten Katze so auf den Stoff gelegt habe, dass sie möglichst platzsparend draufpassen. Was ist mir Strich, was Fadenlauf?! Beim Füllen wurde dann Miezens Gesicht immer länger und länger, bis sie endlich eher wie der Pink Panther in schwarz aussah. Das kommt davon, wenn man dehnbare Stoffe verarbeitet und nicht mitdenkt.

Bei früheren Einträgen hatte ich ja schon mal das Problem mit den Öhrchen angesprochen (Während des Nähenssieht das so aus: Kein Ohr am Kopf: Bär. Ein Ohr am Kopf: Bär. Zwei Ohren am Kopf: Maus. Hmpf.) Bei den Katzen hab ich nichts dem Zufall überlassen und mir fachlichen Rat und Beistand geholt, ein Modell, meine Muse:



Wozu hat man eine Katze vor der Nämaschine?? Damit man den Sitz der Ohren studieren kann, nicht etwa, um sie ärgerlich wegzuscheuchen.

Bei dieser Dame klappte alles besser:


Őcicasága ist ein Wunschkind meiner Kollegin. Für ihr Wunschkind. Das schon groß und derzeit zum Studium in Rom ist. Die Arme! <falschesMitleidheuchel>


Mir hat sie ohne-was-an, à la nature sozusagen, besser gefallen und ich bin sicher, der eine oder andere kennt den Effekt ;), aber sie sollte ein Kleid haben und nun hat sie also ein rosa Kleid.





In echt schmollt sie übrigens kein bißchen.

Und dann diese Karnickel. Guckt man zwei Minuten nicht hin, sind es schon wieder fünf mehr. Unglaublich, wie die sich vermehren.












Und was macht derweil die Muse? 

Pause.