Donnerstag, 7. Februar 2013

keine halben Sachen

Hmpf, also heute beim Schalhäkeln hat sich herausgestellt, dass das, wovon ich meinte, es seien dank der myboshi-Jungs endlich richtige halbe Stäbchen, doch einfache Stäbchen sind (und keine halben), ich somit also "schon immer" vorschriftskonforme einfache Stäbchen und sogar korrekte halbe Stäbchen konnte. Nur hab ich mir das nicht geglaubt oder bin in der Anleitung verrutscht, jedenfalls kann ich jetzt halbe und einfache Stäbchen und hab vielleicht ein paar Mützen nicht nach Vorgabe gemacht. Schade, dass mir das erst aufgefallen ist, als ich bei einem Maschenanschlag von 224 Maschen die erste Reihe fast durchhatte, natürlich mit dem, was ich heute Abend noch fälschlich für korrekte einfache Stäbchen gehalten habe, die irgendwas ganz anderes sind, was vielleicht noch gar nicht von der Häkelgesetzgebung erfasst worden ist. Dafür passt jetzt zufällig die Mütze aus falschen halben Stäbchen zum Schal aus richtigen einfachen Stäbchen. Alles klar?

Bevor ich mir nach vollendeter Reihe 2 des Monstermaschenschals überlege, doch noch einmal in die Stäbchen-Anleitung zu sehen, muss ich noch für Wollnachschub sorgen, jede Reihe frisst  in der aktuellen Stäbchenvariante tatsächlich geschlagene 50 g. Demnächst wird hier wieder gestrickt, glaube ich ...

Montag, 4. Februar 2013

Voll im Myboshi-Fieber

Yep,sorry, mich hat's auch, ich häkel Mützen. Also korrekter sollte ich sagen, ich trenne viele Mützen, aber es gibt auch schon eins, zwei, drei, vier, fünf fertige!
Angefangen hat alles mit einer coolen Fliegermütze von Kuschelmuschel, über die ich bei der Suche nach einer Mütze für MEL bei dawanda gestolpert bin. Ich mach hier mal ungefragt ein bisschen Werbung und zeig euch kuschelmuschels Mütze:



Neben der Fliegermütze hatte sie auch Eulen und Monster als Mütze, nur konnte ich nicht häkeln ... Die beiden Myboshi-Typen haben diese Wissenslücke nun dankenswerterweise für die halbe Republik geschlossen und mir auch gleich beigebracht, dass ich mir viele, viele Jahre unter halben Stäbchen nichtzutreffendes vorgestellt habe. Nun wissen wir das.

Mein erster Versuch sah aus wie eine komfortable Obstschale. Mein zweiter Versuch erinnerte mich an einen Rüschenschlüpper. Der dritte hatte keine Rüschen mehr, war aber etwas überdimensioniert. 

Und so langsam tastete ich mich an die endgültige Form meiner persönlichen Myboshikuschelmuschelmonstermütze heran. Nie hätte ich gedacht, dass es Dinge gibt, die ich geschlagene sechs Mal trennen und wieder anfangen werde. Das muss Liebe sein, Sohn! 

die Mütze wird auch beim Essen nicht
abgenommen, immerhin gegenseitige
Liebe :)
Die Sache mit der Obstschale habe ich dann übrigens noch mal mit Absicht gemacht und besitze nun einen gehäkelten Wollkorb :) Danke, Jungs.



der andere braucht natürlich auch eine Mütze
Und da weiß bei Schulkindern superpraktisch ist, gibts die auch noch in lila. Nur bei MEL sehen diese Mützen irgendwie suboptimal aus. Deswegen habe ich jetzt eine in freundlichem Steingrau mit kontrastierendem Anthrazit.

die Bommel war dann nur für mich

Ein myboshi-Versuch für ein frischgeborenes Baby ist in der Kippa-Phase steckengeblieben und darf nun wieder getrennt werden, sie hätte bei der Anprobe tatsächlich gepasst, aber Babyköpfe wachsen schneller als ich mich zwischen mit oder ohne Ohrenklappen entscheiden kann :)

die sollte noch weitergehen ...

Ach ja, eine Handyhülle mitten in der Nacht zu machen, passierte dann auch im Myboshi-Rausch ... Musste schnell gehen und das tat es. 

voll im Rausch ...


Freitag, 18. Januar 2013

Mein Gott, jetzt hat sie's!

Juhuuu, ich kann's!!!! Nach 35 Jahren ist bei mir endlich der Groschen gefallen und dank Google-Bildersuche und eines schematisch bebilderten und geduldig betexteten Tutorials habe ich heute gelernt, was die anderen Mädchen in der dritten Klasse im Schulhort mit Leidenschaft, Ausdauer und vor allem mit Leichtigkeit gemacht haben: Perlenuntersetzer fädeln! Damit meine Kinder nicht ihr ganzes Erwachsenwerden hindurch das nagende Gefühl ertragen müssen, etwas offenbar so simples einfach nicht zu verstehen, habe ich ihnen schon nach Reihe drei postwendend den neuen Stand meiner Erkenntnis mitgeteilt und sie selber machen lassen. Und siehe: wir haben verstanden. Morgen machen wir weiter. Jetzt habe ich nur noch Grund zu der Befürchtung, dass sich a) anders als in der dritten Klasse keiner mehr über einen gefädelten Perlenuntersetzer von mir freuen wird und ich b) jetzt nicht mehr nur sehr viele mir geschenkte Bügelperlenbilder, sondern auch noch viele Perlenuntersetzer erfreut entgegennehmen und irgendwo unterbringen muss .... Immerhin, das ist meinen Eltern erspart geblieben :)

dreifacher Erfolg

Eltern von motorisch und geistig ähnlich veranlagten Kindern verrate ich an dieser Stelle zum Trost, dass ich so gut wie nichts, was ich heute kann, leicht gelernt habe. Meine Oma meinte später im Vertrauen, als ich durchaus schon extravagante Muster nach Strickmuster stricken konnte und mir von ihr Fäustlinge und Socken hab erklären lassen, dass sie bei meinem Anblick dachte, eher bricht sich das Kind die Finger, als dass sie stricken lernt, und da war ich immerhin 14; während meine andere Oma, die als erste versucht hat, mir den Umgang mit Wolle und Werkzeug beizubiegen, nicht mehr erlebt hat, dass ihr förderresistentes Bäumchen Früchte trägt.

Häkeln habe ich vorigen Oktober verstanden, was gemessen an den ersten Versuchen meiner Oma jetzt nicht gerade gestern ist. In Nadelarbeit hatte ich eine Drei und meine Lehrerin die feste Überzeugung, einen hoffnungslosen Fall vor sich zu haben. Lesen, Schreiben, Rechnen, Sprachen, Freundschaften schließen - alles in der Spätzünderliga. Also Eltern, Kopf hoch, gut Ding will Weile haben - und eine ordentliche schriftliche Anleitung, der man Schritt für Schritt folgen kann. Lesen hab ich nämlich nach der zähen Aufwärmphase prima gelernt ;)) und vielleicht lern ich am Ende sogar noch Tanzen!  Die Hoffnung stirbt zuletzt :)


Sonntag, 13. Januar 2013

Bakerman is baking bread



Ich bin hier total abgelenkt, denn in Miss.Magacukis Küche duftet es herrlich nach Brot. Und weil es in diesem Haushalt nur eine Kastenform gibt, kommt der Rest vom Teig ins Glas (es eignen sich nur Sturzgläser, also Gläser, die nach oben nirgendwo enger werden; am besten ist breiter, wie hier), Brot im Glas gibt runde Scheiben :) Gleichzeitig hindern die Gläser die Silikonform daran, sich vom gehenden Teig unschön auseinanderdrücken zu lassen. Oops, jetzt klingelt der Wecker ...



Stiller Held meines Brotes ist der alte schwere Bräter vom Flohmarkt, in den genau so viel kochendes Wasser passt, wie während einer Stunde Backzeit verdampft (gut 1,5 l) und der ganz unten im Ofen stehen kann, direkt über der Flamme. So und jetzt: slow down, relax, take it easy ...


Geldwäsche gescheitert

Von den Olchis, das sind kleine Viecher, die Müll lieben, haben wir gelernt, wie man aus einer H-Milch-Packung Portemonnaies (ich verzichte hier mal dankend auf die Hilfe der neuen Rechtschreibung) macht. So eins wollten wir verschenken, ich benutze meins jetzt schon seit ein paar Monaten und es hält und hält und hält (klopfaufholz) und ist hin und wieder Lichtblick für gestresste Kassiererinnen.


Der Beschenkte ist noch zu jung, als dass er die ideale Größe dieses Recyclingkunstwerks für Lederjackeninnentaschen, Kreditkarten, Monatskarten und Konzertbesuche zu würdigen wüsste, er muss sich einfach so über die Olchi-Idee freuen. Nun soll man ja a) Portemonnaies nicht leer verschenken, aber b) kein Geld, vor allem nicht, wenn es wenig ist, also brauchten wir einen Kompromiss. MEL hatte die wunderbare Idee, ein 2-Euro-Stück in Seife zu gießen, Geld für's Händewaschen zu bekommen, sollte das Herz eines Achtjährigen freuen. Allein, es geht nicht. Die Münze ist einfach zu schwer und sinkt gnadenlos bis auf den Seifenform-Grund (alternativ hätten wir eine Herzchenform mit Terassenstruktur gehabt, nur wollte der Sohn seinem Kumpel definitiv keine Seifenherzchen schenken, Geldwäsche hin oder her.)

Herzen? Wohl kaum ...
Das Portemonnaie bekam also ein 5-Cent-Stück für den Fön nach dem Schwimmunterricht, einen Glücks-Cent und ein (abgeschafftes) 1-Forint-Stück als Exotikbeigabe. Ruhe im Schiff.

So und was können wir nun in Seife gießen? Immerhin haben wir einen Haufen verkorkste Seifenstücke ohne Geldstück übrig. MEL meint: Glasmurmeln! Damit landen wir bei unserem Sonntagsbesuch, wo wir uns richtig gut durchfuttern, einen grandiosen Erfolg.



Form: Eiswürfelbehälter, IKEA

Samstag, 12. Januar 2013

für MEL: ganz ohne Worte




Bitte mach mir ein Schaf!


Seit gestern fühle ich mich wie beim kleinen Prinzen. MEL beschied der kleinen Prinzessin ungewohnt kategorisch, sie würde den Shoppingtempel NICHT mit dem von ihr bereits halb adoptierten Schaf verlassen und die einzig denkbare Art, wie weitere Plüschtiere bei uns Aufenthaltsrecht bekämen, wäre, wenn sie hier geboren werden, also wenn ich welche nähe. Außerdem hätte sie eins zu Hause. Das ist ihr neu. Eine weitere Stunde lang wird das Kind nur noch mäh! sagen, zu Hause fördern wir lediglich ein Eierwärmerschaf zutage, zum Frühstück gibt es gekochte Eier,


damit das gefundene Schaf artgerecht gehalten wird und irgendwann fällt er, der Satz: Kannst du mir ein Schaf machen? (Oder hatte ich gesagt, ich mach dir eins?)

Wir studieren unsere Schaf-Schnittmuster. Auftritt kleiner Prinz: Nein, das nicht. Das auch nicht und jenes auch nicht. Ich war kurz davor, eine Kiste zu nähen. Vorher finde ich burda-Schnitt 9731, nach dem ich vor Jahren mal einen Hund genäht habe, der bei uns bis heute nach seiner Modellbezeichnung B-Hund heißt. Zufrieden zeigt das Kind auf Modell E und erklärt, dieses da bitte. Modell E ist ein Hase, wie sich beim Zusammensuchen der Schnittteile zeigen wird. Unbeirrt zeigt sie auf Vieh E und sagt, nicht der Hase, das da, das Schaf! [es gibt in dem ganzen Schnittmuster offiziell kein Schaf]. Was soll's, der E-Hase bekommt den Schwanz vom B-Hund und freihand-abgerundete Ohren, das Kind das Versprechen, Stecknadeln rausziehen und das Schaf stopfen zu dürfen. Das tut sie gründlich. Nun sieht es  also so aus und der kleine Prinz ist glücklich mit seinem Schaf ins Bett gegangen :) Mission completed.

das ist KEIN  Schaf :)

der B-Hund

unser B-Hund