Samstag, 12. Januar 2013

alles nur geklaut ...

Ich werd mal erzählen, wie das mit der Inspiration bei mir funktioniert, dass ich nicht malen kann, sagte ich ja schon. Also: Meine Tochter hat einen Schulfreund und der ein Foto von sich mit Monster. Das Monster fand ich cool und grobmotorikertauglich und habe es diesmal nicht einfach nur gespeichert (wo ich es nie wieder suchen werde), sondern war am Fotoautomaten.

Und nun pappt das Monster auf einem T-Shirt (es war noch orange/grüner Fleece übrig) und wird morgen zum Geburtstag verschenkt. Der Witz an der Sache ist der, dass ich den Schulfreund, wenn ich mich nicht sehr doll irre, als er noch deutlich weniger groß war,  singen hören habe, "es ist alles nur geklaut ..." :))) Danke, mein Lieber, für die Inspiration.

abmalen, feststellen, dass der Stoff nicht breit genug ist
für den Grobmotorikerentwurf, schrumpfen
ein bisschen improvisieren ...
ein bisschen angeben
und schon: alles nur geklaut, na gut, das T-Shirt nicht :)

Möglich, dass ich mich jetzt als Kunstbanause oute und das Monster ganz fürchterlich berühmt ist, mir gefiel es mit einem zeigenden Arm einfach besser.

Übrigens finde ich es spooky, dass man einfach so an die Fotos von anderen Leuten kommt. Obwohl ...

Donnerstag, 10. Januar 2013

Rückrufaktion


Eine frühere Kollegin von mir meinte, das Geheimnis einer guten Ehe seien 1000 km. MEL wäre zeitweilig schon mit 100 zufrieden, die er zu Fuß zwischen uns zu bringen gedenkt. Damit er auch mitten in der Pampa weiß, wo er ist, was er sich angucken könnte UND WANN DER ZUG NACH HAUSE FÄHRT, hat er so ein superschlaues Handy zu Weihnachten bekommen und wünschte sich - eine Handyhülle. Miss Magacuki fühlt sich geadelt. Wie immer etwas sub-koordiniert muss ich nehmen, was ich habe und entscheide mich - Überraschung! - für den doppelseitigen grün-orangen Fleece, was jetzt nicht wirklich MELs Farben sind. Ihm hätte ein frisches Steingrau, abgesetzt mit einem optimistischen Anthrazit, das etwas ins Grau changiert, sicher besser gefallen. Wie gesagt, hatte ich grad nicht. Dafür hatte mir meine Freundin zum Geburtstag drei Miniweckgläser mit (jungstauglichen) Borten geschenkt :) 

Zunächst wollte ich einlagig, mit Gürtelschlaufe (um das Handy auf den Gürtel zu fädeln) und einer kleinen Zusatztasche, z.B. für den Adapter einer Mikrospeicherkarte. Warum es dann zwei Lagen geworden sind, weiß ich jetzt nicht mehr, irgendeine Spielerei hätte sonst nicht funktioniert. 
Die Speicherkarteninnentasche hat noch ein kleines Gimmick, weil MEL nicht nur ein Wandervogel, sondern auch eine passionierte Radautüte ist, ist aber im Wortsinn ein insider (und er hatte es bis heute nicht entdeckt, da sieht man's, blog lesen bildet ;). Kann auch daran liegen, dass er noch keine zusätzliche Karte hat.

Mit den Klettverschlüssen und der Tasche fängt man also an. Wem offenkantige Verarbeitung hier gefällt (mir jetzt nicht mehr so), schneidet großzügig zu, näht und schneidet den Überstand erst nach dem Nähen zurück, das gibt sauberere Kanten. Als nächstes kommt die Borte ran. Klettverschluss ist auch so suboptimal, weil die Häkchenseite natürlich kratzt und Fotohandys keine eigentliche Rückseite haben - entweder du kratzt über die Fotolinse oder über das Display. Druckknopf ist auch Mist, weil man auf das Display drücken würde und Magnet kommt ja wohl nicht in Frage. Es gibt so Tartan-Kabelbinderklett, das kratzt kaum, meins hatte sich aber gerade erfolgreich irgendwo versteckt und blieb bis heute unauffindbar.
   

Die Flauschseite nähe ich nach dem Haus-vom-Nikolaus-Prinzip an (wenn's klappt, hier nicht), weil die ganz schön beansprucht wird. Die Häkchenseite bekam eine "Anfasshilfe", damit man nicht immer am Fleece reißen muss, das sicher bald ausleiern würde.

Und die widerlichen Perfektionisten denken daran, umlaufende Nähte wider die Intuition weit weg von der sichtbaren Kante zu beginnen, damit die Fadenenden oder Knoten später weit innen liegen :) 

So, wenn man das alles gut durchdacht hat, schließt man die Seitennähte und muss nur noch einmal trennen, weil man versehentlich übereifrig den Gürteltunnel mit zugenäht hat oder man war so schlau, ihn gleich schmaler als die (halbe) Handyhüllenbreite zuzuschneiden. (Miss Magacuki durfte trennen.)

das (orange) muss offen bleiben, da kommt der Gürtel durch
      Rückseite, Gürteltunnel jetzt oben

Sonntag, 6. Januar 2013

Happy New Year!


Vor ewigen Zeiten hat IKEA mal diese oberschnuffigen Viecher auf Pappkisten gedruckt. Unsere Kiste ist schon lange kaputt, aber wer würde es über's Herz bringen, diese Kerlchen in die Tonne zu kloppen? Ich kann schließlich nicht malen und die hier schienen im künstlerischen Anspruch handhabbar :) Nie hätte ich gedacht, dass gerade das Ferkel das erste sein wird, aus dem mal was wird. Dieses hier kommt auf den Tisch! - und wird meine Familie begrüßen, die ich zuletzt letztes Jahr gesehen habe, immerhin stimmt das sogar für den kleinen Wombat ;)

Ein schönes, spannendes und entspanntes neues Jahr mit Zeit für euch und die, an denen euch liegt, wünschen
Wutz und Miss Magacuki mit HundKatzeMaus


Platzset: IKEA, Ferkel: doppelseitiger Fleece (rosa/dunkelblau), Kleeblatt: doppelseitiger Fleece (grün/orange, der vom Spa-Engel), Käferknopf, Nase: Bastelfilz, Unterfaden weiß; die Ferkelohren sind 4 Dreiecke, nach der Zeichnung freihand zugeschnitten, die Kleeblätter vier Herzen mit geraden Enden statt Spitzen, überlappend angeordnet

Donnerstag, 3. Januar 2013

Eulenmütze Gegenstück


Aus den Resten der Eulenmütze kam locker noch eine zusammen, wo die erste dunkel ist, wurde die zweite hell und umgekehrt, damit die Wolle reicht. Vielleicht ist das auch eine Idee für Zwillinge, Geschwister oder beste Freunde. Zusätzlich hat diese hier schnuffige Puschelohren :)

Eigentlich sollte die zweite Eule auf dem Kopf eines Minimanns wohnen, der davon nicht wusste und nun schon eine obercoole Spiderman-Mütze trägt, bis er ins Bett geht. Außerdem wurde diese hier irgendwie eine Mädchenmütze und zu groß für den Knirpskopf (das kommt davon, wenn man plötzlich Nahtzugaben anschneidet ...). Sie hat trotzdem oder gerade deshalb sofort einen neuen Liebhaber gefunden. Es wäre möglich, dass man sie manchmal morgens in der S-Bahn auf einem Erwachsenenkopf sieht :)

Die Augenknöpfe gehörten ursprünglich an meine erste Jeansjacke und mussten damals vor jeder Wäsche ab- und nach jeder Wäsche wieder angezaubert werden.

hier noch mal die erste in hell-dunkel
und ohne Ohren (zumindest die Eule)

Spa-Engel

Schon seit ewigen Zeiten will ich einen Spa-Engel mit Handtuch über'm Arm machen, zum Beispiel für das Schaufenster der Apotheke zum Badeschaum verkaufen oder für den Kosmetiksalon. Am letzten Tag des Jahres hatte ich gleich morgens eine Verabredung mit meiner Kosmetikerin, danke, Mama! Nun ja, gut geplant ist halb gewonnen, nicht geplant geht auch irgendwie, jedenfalls hab ich am Vorabend "schnell angefangen", einen Spa-Engel zu machen. Und das ist er:


Ich dachte, vielleicht kann er irgendwo im Salon die Gäste auf Handtuchfreuden und Entspannung einstimmen, bei Tilda strahlen die immer eine himmlische Ruhe und pures Wohlbehagen aus. Dass der Wellness-Engel so gut ankommt, dass er sogar mit nach Hause darf, freut mich umso mehr :)

Bademantel: doppelseitiger Fleece, prima Idee. 
Lippenstiftwangen: na ja (besser mit einem Pinsel oder dem Finger auftragen)
Falls ich so eine noch mal mache, kriegt sie einen Körper aus Baumwolle, und nicht aus Jersey (auch noch im Fadenlauf geschnitten, dehnt sich wie verrückt) und beim Stopfen des Körpers etwas Oberweite, damit der Bademantel nicht so zusammenfällt.
Flügel: viele Lagen ganz dünne steife Baumwolle, die es manchmal bei IKEA gibt, lag schon seit Jahren in meinem Schrank. Von rechts übereinandergesteppt und dann ausgeschnitten (nicht gewendet).
Handtuch: ein Stück Microfaser-Putztuch aus dem 1-€-Laden - oops, jetzt kann ich ja gar nicht mehr putzen ;)
Haare: Wolle und Draht
 

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Die Geschmäcker sind verschieden ...


Heute war ich ganz spontan beim roten Bären zum Geburtstag eingeladen und während man sonst bei diesen Gelegenheiten gern ohne Geschenk kommen darf, sollte ich heute eins mitbringen; wie sich später herausstellte, hatte die Teddymama Flaschendrehen für's Geschenkeverteilen geplant, da sehe ich ein, dass man Geschenke braucht.

Jede normale Mutter wäre kurz um den Weihnachtsbaum gelaufen und hätte irgendwas geeignetes  aufgesammelt, nicht so Miss Magacuki. Die hatte nämlich die Spur eines schlechten Gewissens: Spatzi, Schatzi, roter Bär und Hippie-Hase haben den Trick raus, dauernd Geburtstag zu feiern, ohne älter zu werden. Zu Weihnachten sollte das Kind eine kleine Kuchenkollektion aus Filz bekommen, auf einem neckischen Tablett serviert. Wurde aber nichts, sie bekam nur das Tablett und ignorierte es wegen offenkundiger Sinnfreiheit.

Kaum höre ich, dass der Bär mich sehen will, schnappe ich mir den Filz und meine, komm, wir machen dem Bären einen Kuchen. Eigentlich dachte ich an runde Törtchen, feine Schichten aus farbigem Filz als Füllung und dickerem braunen oder gelben Filz als Teig. Oben drauf irgendwie perlige Streusel.  So weit die vorweihnachtliche Theorie. Fachmännisch begutachtet mein Partyveranstalter die Rohstoffe, klatscht erfreut in die Hände und ruft entzückt Himbeerschnitten!  Meine mehrstöckigen Konditorträume schrumpfen auf ihren ausdrücklichen Wunsch in eine Lage dicken braunen (Honigkuchen-)Teig mit einem Streifen rosa Fleece als Himbeercreme. Sie hat geklebt und ich durfte die von ihr ausgesuchten Perlen aufnähen. Nie hätte ich allein ihren Geschmack getroffen!



Mittwoch, 26. Dezember 2012

Verpackungsalarm - nicht gleich wegwerfen!



Im neuen dm-Magazin kann man es lesen: Blisterverpackungen sind böse; der Müllberg nach Weihnachten ist beeindruckend, letzteres wissen Loriotler und Müllrunterbringer. Kurz vor der (sowieso überfüllten) Gelben Tonne lohnt sich ein zweiter Blick auf die Blisterverpackungen, aus manchen machen findige Macher noch was sauberes, Gimmick-Seife zum Beispiel :)


Meinen Kindern fiel heute(!) der Han Solo ein, den sie doch in Seife gießen und verschenken wollten (diese und coole andere Ideen für eingefleischte StarWarsianer hier), also her mit dem Kerl, nach dem wir monatelang in allen Spielzeugläden erfolglos gefahndet hatten - einen gab's in passender Pose für schlappe 20 Euronen und dann für 3 Euro diesen hier.


Wer schon mal versucht hat, Kinder glücklich zu machen, weiß, es kann natürlich nicht nur EINE selbstgemachte Seife geben, also her mit dem Sack Ü-Eier-Figuren aus 20 Jahren und der Blisterverpackung, die mir irgendwann vielversprechend erschienen war, wenngleich hoffnunglos zu klein für Han Solo. Dessen Rahmen gibt hier eine kleine IKEA-Frischhaltebox, die sich später  nach leichtem Ziehen in alle Richtungen anstandslos vom gegossenen Han Solo trennen wird.

Das ganze geht superschnell, Seifenblock (aus dem Bastelladen) in Stücke schneiden (vielleicht geht auch ein Stück CD-Seife (die an meine Haut lasse ich nur Wasser und CD), weil relativ durchsichtig), Seifenstückchen im Wasserbad oder in der Mikrowelle schmelzen, Figur in eine coole Blisterschale legen, flüssige Seife aufgießen, eventuell die Figur mal kurz anheben, damit die Seife drunter laufen kann. (Nicht geklappt hat bei uns, erst eine dünne Schicht zu gießen, dann die Figur aufzulegen und weiter aufzufüllen, die erste Schicht blieb einfach völlig unbeeindruckt in der Dose und trennte sich vom Rest des Kunstwerks.) So, fast fertig. Das ganze noch für 30 Minuten in den Kühlschrank und aus der Form lösen. 
Für's Verpacken habe ich Frischhaltefolie und ein schnuckliges Schleifchen genommen (in der Mädchenversion - natürlich ohne rosa für den StarWarsianer), wegen des Transport noch ein Blatt Küchenrolle und dann Geschenkdingens.


halbrunde Seife mit Lavendelblüten und rosa Dino

lösen nur mit Messer und ohne erste Schicht

So eine Seife ist gut für Händewaschenverweigerer, Allergiker oder Pimpinellis, die nix vertragen. Für alle anderen kann man Öltropfen oder Lavendelblüten dazugeben. Als Pillepalle gefallen mir Barbieschuhe für Highheelfans oder Schrauben für Heimwerker und als Hülle Keks- oder Lebkuchenblister. Mit so einem Seifenblock im Schrank kann einen keine Last-Minute-Einladung mehr wirklich schrecken, man muss nur schnell die Lebkuchen und Ü-Eier aufessen :) Viel Spaß!