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Dienstag, 6. Dezember 2016

Tischsets inspiriert bei IKEA

IKEA meint, Tischsets wären spießig, außer man klebt sie auf. Das musste ich ausprobieren, von den Kalendern war eh noch Musterklebeband übrig.

2. Advent war auch gerade, passt.

Expecto patronum! Kalendergeschichten

War nicht grade noch September? Und jetzt schon wieder Adventskalender?? Wow ...

Moment, da war noch was :) Zwischendurch war ich, wo ich seit 25 Jahren hinwollte, neugierig? https://magacuki.wordpress.com (nee, die Ostsee war es nicht, also nicht direkt) 

Jedenfalls hat mich so sehr das Lofoten-Norwegen-Weh, dass ich einen Teil meines überraschend gigantischen Resturlaubs genommen habe, Fahrpläne, Flugpläne und Deckspläne studiert habe und - hiergeblieben bin. Nein, dazu möchte ich jetzt nichts sagen.

Egal, das große Kind kam also zu uns, damit wir der Hütte das Magic Cleaning Treatment verpassen (nein, ich möchte auch dazu nichts sagen) und herausgekommen sind zwei der genialeren Adventskalender unserer Familiengeschichte.


Der Potterfan mit dem Potterzimmer hat nun endlich einen Besen (ein geschlagenes Jahr hat er als Baumarkt-Reisigbesen getarnt in meinem Wohnzimmer gestanden - also der Besen, nicht der Fan),




während das Mädchen mit dem Schal, Hardcorefan ihres Zeichens, bis Weihnachten neben einem Patronus aufwacht.


Den trimagischen Pokal für den Patronus reiche ich uneingeschränkt weiter an das große Kind. Am Besen habe ich dann doch mehr Anteil als die reine Bereitstellung der nötigen Materialien. Immerhin habe ich mir die Kalender ausgedacht, auf meinem eigenen Blog muss das zählen, my blog my rules und so :)



Unsere Kinder haben Pech mit ihren sprachlehrambitionierten Eltern, auf allen Umschlägen stehen nur die Zahlwörter auf Spanisch resp. Französisch. Beim Spanischen hab ich sogar die korrekte Silbentrennung gegoogelt (und die Zahlen). OK, bei Französisch auch :) Später hab ich gesehen, dass MEL das früher schon mal für mich mit Norwegisch gemacht hat, kann ich jetzt natürlich viiel besser würdigen (verstehen und aussprechen :))



Voriges Jahr, heißt es, hätte ich mich beschwert, keinen Kalender vom da gerade frisch ausgezogenen großen Kind bekommen zu haben, das kann sie nur hier gelesen haben, denn wissentlich habe ich dazu nichts gesagt. In diesem Jahr bekomme ich von ihr einen großartigen Kalender und sie hatte ihn schon im November fertig!! Gut, dass ich ganz sicher weiß, dass sie mein Kind ist, sonst kämen mir Zweifel :)


Jaja, auch das große Kind bekommt einen Kalender. Hier musste ich improvisieren, denn a) legt es explizit Wert auf mehr als einen Postkartenkalender (dabei war der sehr schön) und b) war es mehrere Tage lang den ganzen Tag bei mir zu Hause und ich war alles andere als im November fertig. Wie auch?! Sie hat ein XXL-Ausmalbild bekommen (das macht sie gerne, gab's im Dänischen Bettenhaus) und einen Satz Aquarellbuntstifte. Die Stifte waren sowieso nach dem Künstler-Farbschema durchnummeriert, ich bin davon ausgegangen, dass die Jungfrau in ihr es nicht aushält, sie nicht der Reihenfolge nach Tag für Tag in ihr Stiftemäppchen zu sortieren, also bin ich bei der Verteilung auf die 24 Päckchen im Großen und Ganzen bei der aufgedruckten Reihenfolge geblieben. Wenig überraschend ist ihr der tiefe Sinn der Sortierung nicht aufgefallen, wer guckt auch schon auf die Nummer eines Buntstiftes ...

Für die kleinen Kinder hatte MEL ein Preisgeld ausgelobt, wenn sie es schaffen, einen virtuellen Weihnachtskalender zu programmieren. Den darf ich jeden Tag aufmachen anklicken und wehe, dafür nehme ich mir morgens nicht die Zeit, inkl. Computer hochfahren, denn auf dem Handy läuft Scratch nicht ordentlich :)


Making of: 
Patronus: Silber-Edding auf dicker schwarzer Pappe, beides Künstlerladen. Die Pünkte sind Acryl mit der Zahnbürste aufgespritzt. Die Pappe haben wir an der Oberseite auf einen silbern angesprühten Lattenrest geschraubt. 6 Haken rein, fertig. Die Latte selbst ist einfach mit Angelsehne an die Scharniere der (nicht benutzten) Flügeltür gehängt mit einem Schwebezauber belegt. Links vorn sieht man noch das Monster's book of monsters vom vorigen Jahr; den IKEA-Lichtwald liebe ich und bastle ihn jedes Jahr in den Kalender.

Nimbus 2000: Aus einem Baumarkt-Reisigbesen die eingeflochtene Schnur lösen, Borsten rund statt flach neu binden. Wir haben schokobraunen und goldenen Sprühlack benutzt. Nach dem Trocknen Reisig mit goldenem Geschenkband abbinden. Lichterkette eindingsen, Besen mit Angelsehne aufhängen. Man muss ein bisschen probieren, die Besen haben einen Schwerpunkt, der optisch nicht so viel hermacht. Das lässt sich mit der Aufhängung z.B. im goldenen Abbindeband ausgleichen. Damit der Besen schräg hängen kann und die Umschläge nicht nach unten rutschen, hatte ich braune Zopfgummis auf dem Besenstiel verteilt. Unser Nimbus hat ein Lederetikett, auf dem in Gold(edding) "Nimbus 2000" steht. Dieses Lederetikett wollte ich eigentlich mit Minischrauben anschrauben, aber dafür war ich dann zu hibbelig, jetzt ist es mit Heißkleber angeklebt. Die 1-24 Umschläge sind beim Magic Cleaning aufgetaucht (immerhin ein Effekt). Leider nicht genug für alle Haus-Farben (rot-grün-blau-gelb), jedenfalls nicht so, dass die Jungfrau einen zufriedenstellenden Gleichverteilungszustand hätte erreichen können, deshalb schlussendlich grün und schwarz.

Dienstag, 29. Dezember 2015

Gans für eingefleischte Vegetarier


Seit Jahren bittet mich das kleine Mädchen, das leidet, wenn die Transformation einer nackichten Gans in einen Weihnachtsbraten die Küche und mich beherrscht, lieber eine Keksgans mit Fenster zu servieren.

Die Kinder waren sehr unglücklich, schon früh am Morgen des zweiten Feiertags zu den anderen Großeltern zu reisen; durch die lange Schulzeit bis 22. und unsere englische Bescherung blieb ihnen kaum Zeit, richtig bei Weihnachten anzukommen, ihre neuen Schätze ausreichend zu bewundern, neu zu arrangieren oder einfach nur unter dem Baum zu sitzen und eine Geschichte zu lesen oder zu hören.

Zum Trost habe ich ihnen für die Zugfahrt die lang ersehnte Keksgans mit Fenster gemacht und für den Sohn einen Lebkuchenmann mit Krawatte.


Damit nichts schiefgeht, denn der Teig war ganz schön weich, hab ich die Bildhauermethode angewandt: Kennt ihr nicht? Alles, was nicht nach Löwe aussieht, weghauen. Also Form ausstechen und den ganzen Teig, der außenrum übrig ist, wegpuhlen:


In die Lücken in den Figuren kommen winzige Bonbons, die beim Backen zerlaufen und dann zu Fenstern werden. Der Kaktus war für MEL, warum wohl :) Campari-Bonbons machen übrigens die schönsten Fenster, sind aber meist zu groß und müssen zerkloppt werden. Fensterkekse erst wenn sie kalt sind vom Backblech nehmen, dann ist auch das Fenster fest. In den Kaktus kann man Mandelstifte als Stacheln stecken, Perfektionisten machen zusätzlich eine grüne Glasur (oder färben den Teig mit Matcha, was für Gans und Lebkuchenmann optisch eher weniger, mehr so gar nicht ist).

Montag, 28. Dezember 2015

Englische Weihnachten, etwas surreal

Hatte ich eventuell schon erwähnt, dass hier alle dem Harry-Potter-Wahn verfallen sind? Der Sohn fragte also eines Tages, ob wir in diesem Jahr nicht mal englische Weihnachten machen könnten, wie bei Harry Potter. Okay, warum nicht ... Wir haben uns also belesen, sind hingefahren, haben vor Ort gestöbert, Dinge mitgebracht (ein Buch zum Thema und Christmas Pudding), Dinge dagelassen (mit Namen bedrucktes Geschenkpapier, Christmas Crackers), Dinge im Internet bestellt (Christmas Crackers) und noch mehr recherchiert.

Es war ein sehr anderer Heiliger Abend. Tatsächlich ohne Geschenke. Nur auf unser traditionelles Heiligabend-Essen wollte keiner verzichten, englische Weihnachten hin oder her. Damit wir tatsächlich morgens die Bescherung machen können, übernachtete sogar meine Mutter bei uns. Unfallfrei ging die Sache dann aber doch nicht über die Bühne. Zunächst zog MEL ein langes Gesicht, als er hörte, es gäbe keine Stolle. Und es gab keine Stolle, obwohl ich am Heiligen Abend im strahlenden Berliner Sonnenschein noch rasch auf Not-Stollenjagd gegangen bin (wo hab ich heute welche gesehen? Im Baumarkt, wo sonst.) Hab ich eben versucht, MEL mit mir und der Welt mittels Blätterteig wieder auszusöhnen, klappt ja sonst auch:

Blätterteig in lange, ca 2 cm breite Streifen schneiden, mit dünnen
Pflaumenscheiben belegen, Vanillezucker drüber, aufrollen.
Nur hätte ich die Röschen nicht in Muffinförmchen quetschen sollen, was zwar optisch super war, aber sie sind einfach nicht durchgebacken. Trotzdem, der Bouche de Noel, der an die aus Frankreich übernommeneTradition erinnert, an den 12 Tagen zwischen Weihnachten und Hl. Drei Könige im Kamin ein Stück Buchenstamm zu verbrennen, der war richtig gut. Auch ohne Stechpalme zum Dekorieren.

Brauner Bisquitteig mit Schokoladen-Buttercreme-Füllung,
keine Hexerei. Deko: Rosmarin und (nicht essbare) Beeren

Wir haben Weihnachtslieder gesungen und gespielt und zwischendurch einmal fast die Nerven verloren und eine Spontanbescherung erwogen, weil plötzlich alle, nicht nur die Kinder, maulig wurden, doch am Ende hatten wieder die Buddhisten recht: alles geht vorüber, auch knautschige Stimmung. Es war tatsächlich ein schöner heiliger Abend.

Bei uns hat sonst jeder einen Platz, wo er all seine Geschenke findet, diesmal kamen alle Geschenke zusammen unter den Baum. Als besonderen Clou wollte ich sie auf unseren Schlitten drapieren, zu etwas anderem werden wir die in dieser Saison ja wohl kaum brauchen. Damit meine Kinder nicht die Kufen über den Fußboden zerren, habe ich um die Kufen weißen Filz und Rest-Thermolan von der Decke gewickelt. Das sah dann eigentlich sogar ein bisschen nach Schnee aus, so im Rahmen des möglichen.


Als sich die Kinder am ersten Feiertag punkt sieben vor meinem Bett materialisierten und Frohe Weihnachten wünschten (ich hatte gesagt, vor sieben wünsche ich niemanden zu sehen), lag mir eigentlich was anderes auf der Zunge als "Merry Christmas" ...

Mitten in der Bescherung stieg MEL dann aus und brauchte Madam Pomfrey. Als der Notarzt kam, liefen noch immer Christmas Carols, die Kids packten ihre Geschenke aus, die umfilzten Schlitten mussten beiseite geschoben und mehrere Geschenke ratzfatz aus dem Weg geräumt werden. Keiner hatte gefrühstückt, der Notarztwagenchef sprach für meine Ohren gut gelaunt österreichisch (erklärte aber später, Eidgenosse und akzentfrei zu sein und gab mir das irre komische, aber beruhigende Gefühl, Komparse bei Wolf Haas zu sein) und konnte sich keinen Reim darauf machen, weshalb wir am ersten Feiertag morgens mitten in Geschenkpapierbergen und heillosem (Bescherungs-)Chaos saßen. Auf der einen Seite dieses Parallelweltenchaos' saß ein teilnahmsloser MEL mit Schlauch in der Nase, auf der anderen meine Kinder, die ihr Heil in der (Realitäts)Flucht suchten und in der Küche schob meine Mutter Panik.

Vielleicht machen wir nächstes Jahr einfach wieder ganz normal Weihnachten. Same procedure as every year sozusagen. MEL geht es übrigens wieder gut.


Hier unsere Socken in Erwartung von Santa Claus. Die kleinen Kinder und MEL hatten ihre selbst ausgeschnitten und auch die Motive dazu, ich hab nur noch auf- und zusammengenäht, der vom großen Kind (links unten) ist recycelt, auf meinen und den meiner Mutter hab ich nur Bänder genäht, mehr Geduld und Zeit war nicht, denn: house elves don't work here.

Ebenfalls auf der Strecke geblieben sind ein Gryffindorschal und ein kastanienbrauner Pullover a la Molly Weasley, beides hatte sich das kleine Kind gewünscht. Der Schal ist nicht fertig, aber schon sehr schön und für den Pullover gab es einfach keine kastanienbraune Wolle da, wo ich gesucht habe. Schließlich habe ich welche färben lassen, nur war die auch nicht rechtzeitig fertig und dem Kind schlussendlich nicht kastanienbraun genug (ist tatsächlich eher rostbraun, oder mit gutem Willen leicht-unreif-kastanienbraun). Dafür zeigte sich das große Kind entzückt ob der Farbe und bestellte sogleich einen Molly-Weasley-Pullover für sich. Und da waren sie wieder, meine drei Probleme ...

Achso, Tischdeko gab's natürlich auch für jeden. Statt Tischdecke nehme ich eine Rolle Geschenkpapier, in den Gläschen steht ein Teelicht in Form eines Sterns (alle Sterne inkl. Kerzen gab's bei Depot, das Grün ist Efeu mit Beeren), die Stiefelchen sind genäht und von dem alten Besteck rechts hab ich leider nur eins, unser Besteck ist aber auch schon ziemlich alt, noch mit Bakelitgriffen.

Montag, 16. Dezember 2013

Kaminholzengel


Entdeckt hatten wir die Engel im Urlaub an der Ostsee und wollten natürlich auch einen. Gut, dass das Kind etwas Weihnachtliches als Tischschmuck für die Schule brauchte. Besten Dank an alle Kollegen, die ihren Kaminholzstapel für mich geplündert haben.

Material: Kaminholz, Styroporkugel, Modelliermasse, Blumendraht, Puppenhaar, Transparentpapier. Reinen Alkohol zum Sprühen, der Engel hat einen hässlichen Schimmelfleck wegen der Holzfechte hinterlassen ...

Freitag, 14. Dezember 2012

Frühstück mit Tiffany


Vor einer Weile begann das kleine Schulkind zu meckern, noch ganze drei andere Kinder aus ihrer Klasse hätten das gleiche Platzset wie sie zum Frühstücken (das mit den Vögeln von IKEA) und das wäre doof, da müsse sie immer alle drei angucken, wo denn ihr Name drauf stehe. Ja, wahrhaftig, das ist unverantwortlich und grenzt an Schuluniform, Miss Magacuki sieht das ein :)

Bei Strauss fielen mir sehr schnuffige ganz einfache Weihnachtskarten in die Hände, die kamen auf den Kopierer und wurden auf ein vernünftiges Maß vergrößert (200% und die Kopie dann nochmal, das Original ist eine Minikarte). Beim Durchpausen auf dem Leuchtkasten gucken die Kinder zu und sind Feuer und Flamme, das wollen sie auch machen! Da wir nur einen Leuchtkasten haben (bzw. ich eine von unten beleuchtete Glasplatte im Nähtisch habe), gibt es erst Zoff, dann stellt MEL eine Lampe ans Fenster, öffnet den inneren Fensterflügel und das Kopieren geht friedlich auch für den Zweiten. Die durchgepausten Bilder wurden  je nach Temperament und Ausdauer ausgemalt (oder nicht), gerahmt und zieren jetzt das Kinderzimmer.


Für meine Zwecke musste ich natürlich alle Teile einzeln kopieren und ein Stück dazumalen, wo z.B. die Flügel unter das Kleid müssen oder die Ohren unter das Gesicht.

Die eigentliche Unterlage sollte ursprünglich ganz ambitioniert aus einer alten Jeans stammen und die Po-Tasche wollte ich gekonnt integrieren. Letztlich siegte die Vernunft, neulich bei IKEA habe ich kurzerhand ein fertiges Platzset in einer akzeptablen Farbe für 59 Cent family-Preis mitgenommen, immerhin ist Weihnachten bald vorbei, dann braucht sie auch keinen Weihnachtsengel mehr als Unterlage ... Noch zwei Nächte fummeln und schon konnte sie heute mit Engel in die Schule gehen, guten Appetit, mein Engel!

Die restlichen Karten sollen auch so auf T-Shirts, mal sehen, ob das noch rechtzeitig wird, oder ob ich  besser gleich auf die Osterkarten bei Strauss warte ;) und die Postkarten noch heute an die Wand hänge.

Der Einfachheit halber hab ich alles mit  Bastelfilz appliziert, muss man nicht versäubern (und kann man nicht waschen, hatte ich aber wegen anderer nicht verwirklichter Ideen in allen möglichen Farben zu Hause). Fleece geht auch prima, wer davon mehrere Farben hat. Oder Stoff, wenn man dafür noch Zeit hat und weiß, wo sein Vliesofix ist :) Der Unterfaden hat die Farbe der Unterlage, dadurch sieht es von unten ruhig und ordentlich aus, der Oberfaden die Farbe des jeweiligen Teils. Yep, inkl. dauernd wechseln. Für die Augen habe ich den Sternstich genommen, den meine Maschine kann und ihn dann von Hand nochmal dichter gestickt, sah vorher einfach nicht aus, aber die Form war gut. Die zusätzlichen Wimpern haben viel am Ausdruck verbessert, das entscheidende Extra, was die ganze Zeit gefehlt hat, kam aber erst mit den Lippenstift-Pausbäckchen.

Mit dem Applizieren habe ich bei der Wolke angefangen, dann kamen Kleid und Strümpfe (erkennt ihr sie? das Lieblingsbabyshirt vom Kind), Flügel, Schuhe und Schnürsenkel, ja, man kann sie binden :), dann Gesicht, Ohren, Haare, Haarband, Stern. Zuletzt die Schneesterne von Hand aufsticken. Dafür habe ich jeden Stern in der Mitte angefangen, beim ersten Einstechen auf der Rückseite ein Stück Faden hängen lassen und am Ende wieder in der Mitte ausgestochen und beide Enden verknotet. Ging gut. Und die ganze Zeit habe ich entweder Harry Potter 1 aus dem Adventskalender des kleinen Wombat gehört oder Kleine freie Männer von Terry Pratchett, findet ihr hier. Deshalb heißt der Engel wohl auch Tiffany :)

Samstag, 1. Dezember 2012

Weihnachts-Overkill

 

Arrgh, bis gerade kurz vor eben hab ich mich wirklich auf den ganzen Vorweihnachts-Adventskalender-Wohnungsdeko-Kerzenschnickschnack gefreut, aber jetzt, ganz akut, habe ich eine Überdosis Weihnachtszeugs abgefasst und das kam so: Jeder bei uns braucht einen Adventskalender, einer will keine Schokolade, einer darf keine und der dritte lehnt Schokolade wahrscheinlich schon deshalb so vehement ab, weil es die Sache 24 mal spannender macht, wenn Schokolade als Option gestrichen ist. Zeitgleich braucht meine Mutter einen Adventskranz. (Wie mein Vater dazu steht, weiß ich nicht, vermutlich würde es ihm reichen, wenn immer mindestens vier seiner Katzen um ihn rumsitzen, anzünden würde er sie natürlich nicht.) Noch ein Adventskranz für uns bitte. Und ein Geschenk für meine Tante, die Arme hat Ende November Geburtstag und lädt meist am 1. Advent zum Nachgeburtstagsadventskaffee. Der kleine Wombat jammerte schon im Sommer, in diesem Jahr ja dann keinen Adventskalender von Mama zu kriegen (weit gefehlt natürlich), auch wenn die Zustellung etwas schwierig ist. Fälligkeit für alles: heute.

Bei Blume 2000 gab es ein sehr schönes, wenngleich ziemlich riesiges Windlicht mit Birkenrinde drumherum - es war Liebe auf den ersten Blick. Genau das wollte ich auf meinem Heilig-Abend-Kaffeetisch. Kurz dachte ich an meinen monatsendlichen Kontostand, aber das Ding ließ mir keine Ruhe und manchmal muss es eben Mumm sein. Ich nahm also meinen zusammen und sackte das Ding ein. Wenn ich es eigentlich erst zum Heiligen Abend brauche, ließ mich mein Hirn, der große Rechtfertiger, denken, dann könnte es bis dahin meine Mutter als Adventskranz haben. Gedacht, gekauft. Meine Eltern brauchen bei Kerzen immer etwas, was Katzen weder umschmeißen noch als Schwanz- oder Fellanzünder benutzen können, die lieben Guten dürfen nämlich über und auf den Tisch. (Bei meiner Mutter nicht, aber die hat das Prinzip der Mitbestimmung verpasst.) Mein Windlicht war als katzensichere Adventsillumination perfekt. 

Jetzt noch so Zeugs drumrum aussuchen. Mir dämmerte, dass meine Eltern für so einen ausladenden Adventskranz gar keinen Platz haben werden. Macht nichts, ließ mich mein Hirn wieder denken, dann behältst du es eben, wolltest es ja eh zu Weihnachten haben und machst für die Eltern noch ein kleineres. Für mich etwas unerwartet gab sich meine Mutter militant adventsfreudig und erklärte, für den Kranz schon Platz schaffen zu wollen. Der ist aber auch schön geworden, muss ich mich mal loben, sorry. Er gefiel sogar MEL und der kleinen Zweidrittelmehrheit. Aus dem kleinen Plan-B-Gesteck wurde das Geschenk für die Tante. Nun hatten wir wieder nichts. MEL erklärte, auch so einen wie meine Mutter zu wollen und ließ sich bereitwillig durch die Blume 2000s dieser Stadt schicken, um noch so einen  Deko-Vogel zu jagen. Einer allein sah nämlich irgendwie verloren aus, also so nach einsamem Weihnachten, kann ja auch keiner wollen.

Am Ende bin ich es, die die letzten zwei Vögel fängt. Und noch so ein Riesenbirkenwindlicht ohne nennenswerte Risse - auch das Letzte im Regal. Für MELs Kalender fehlt mir ein wenig Füllung, ich kriege das geballte Marketing eines vorweihnachtlichen Einkaufszentrums ab. Zu Hause suche ich unsere Weihnachtskiste und obwohl ich die bei der Fengshui-Aktion heftig ausgedünnt hatte, erschlägt es mich doch ziemlich. Am Ende habe ich so die Nase voll von Kugeln, von rot und grün und Zeugs allgemein, dass mir nicht mal mehr meine Adventsgestecke gefallen, auf die ich vor sechs Stunden noch so stolz war.

Achso, der Zwerg kriegte unterwegs plötzlich das Heulen, weil Advent doch vie-hier Kerzen sein müssen zum Nacheinander anzünden, sie durfte dann einen kleinen Kranz selber machen und musste dazu auch erst eine ausgiebige Materialsichtung vornehmen.

Vielleicht bin auch auch einfach nur ein bisschen angepiekst, weil MEL, statt meine allerliebste Lieblingsdeko zu wollen, meinte, mit Vögeln wäre der Adventskranz spannender. Na ja, so betrachtet 'ne ziemlich männliche Sicht auf die Dinge ;))

MELs diesjähriger: jeden Tag neue Hausnummer,
 neue Überraschung. Haus von McPaper. Aufhänge-
band und Nummernbutton und  nanunana (hält
mit extra-starken Minimagneten von innen)

und das ist z.B. drin am 1.

ein Kalender der Kiddies (es gibt einen weiteren)


na Mama, dann mach mal Platz ...
(alle Zutaten Bume 2000, Teller nanunana)

vier Kerzen - für Anfänger

Geschenk für die Tante

unser-mit-vögeln-interessanter" - tja ... ;)
(Filzvögel: IKEA)




so also nicht

Sonntag, 11. Dezember 2011

Eulen zu Engeln

Meine Mama besucht ihre Schwester, die, die die Sache mit dem Karnickel angeschubst hatte. Als meine Mutter die twinkle-Eule sah, wollte sie für ihre Schwester auch eine. Deshalb konnte ich ja "bagoly" nicht von der to-do-Liste streichen, obwohl die twinkle-Eule fertig war.

Dann hab ich mein Engelchen für`s Schaufenster genäht und meine Mama gefragt, ob sie nicht jetzt in der Weihnachtszeit doch lieber einen Engel mitnehmen wolle. Sie wollte. Und ihre Schwester hat sich gefreut und das Engelchen sogleich ins Zimmer gehängt.

Na dann - einen schönen Advent!

Montag, 5. Dezember 2011

So, geschafft, das Schaufenster steht!

Such mich :)








Den Rest des Fensters hatte die Apothekerin selbst gemacht, leider spiegelt der Blitz in der Scheibe, mal sehen, wann ich ein besseres Bild machen kann. Der gestreifte Bär sitzt innen im Verkaufsraum.

Übrigens sieht der Tilda-Bär in gold absolut klasse aus und näht und stopft sich auch gut. Der Stoff ist dehnbar, Vorsicht beim zuschneiden, er hat einen extrem breiten Webrand, auf dem keine Goldbeschichtung ist. Ich habe 20 cm gekauft, das reicht für ein bis zwei Bären und ist bezahlbar.

Die Lebkuchenmännchen bestehen aus drei Lagen Filz: zwei Lagen braun, dazwischen das Bändchen zum Aufhängen fassen und dann kommt der farbige Guss. Für den Guss habe ich mir ein neues Schnitteil gemacht, rundum etwa 3 mm kleiner als das Große. Braucht man aber nicht unbedingt, man kann den braunen auch einfach nur als quadratischen Grob-Zuschnitt lassen, darauf den zugeschnittenen und vorher verzierten farbigen Lebkuchenmann legen, einmal mit großen Stichen und dickem Garn für Ober- und Unterfaden und der Ledernadel rundrum steppen.. Danach den Lebkuchenmann so ausschneiden, dass der farbige Guss einen braunen Rand hat. Vorsicht am Bändchen, sonst ist es ab!

Der braune Filz war eine etwa A3 große Platte und steif wie Pappe, der bunte ganz dünn und weich und etwa A4. Beides gekauft bei Karstadt Hermannplatz und auch gesehen bei Edelhoff.

Den Goldstoff gibts in gold, silber und metallicrot im Stoffhaus Frankfurter Allee (U-Bahn Samariterstr., genau zwischen beiden U-Bahnausgängen, stadteinwärts auf der linken Seite)

Mittwoch, 30. November 2011

Adventskalender

Als meine große Tochter drei war, bekam sie ihren ersten selbstgemachten Adventkalender, wir waren in Ungarn und wollten vor Weihnachten noch nach Hause, er durfte also nicht zu groß werden und musste sich gut transportieren lassen. Meine Freundin hatte mir gerade gezeigt, wie man Streichholzschachteln mit Papier kaschiert, z.B. dass man dafür einen Pinsel oder Papier und Holzleim nimmt. Also frisch ans Werk, das kam dabei heraus, die Knöpfe anzunähen, war ziemlich fummlig.


Sie hat ihn heute noch, auch wenn ihm im Laufe der Zeit zwei Fächer und ein paar Knöpfe abhanden gekommen sind. Ihrer Meinung nach ist das der wahre Kalender. Und das obwohl sie seither in jedem Jahr einen selbstgemachten Kalender hatte, bis auf das Jahr, in dem sie unseren jetztigen Familienkalender bekam. Aber selbst den hatte ich mit Kreolen und Ohrenschützern aufgepeppt. MEL ist damals mit den Öffentlichen (!) bis nach Eiche zu nanunana gefahren, weil es nur noch dort ein letztes Mädchen gab.

Solange wir zu dritt waren, haben immer zwei von uns einen Kalender für den dritten gemacht: MEL und ich für's Kind, Kind und MEL für mich, Kind und ich für MEL.Wir haben mit einem Wasserball und Gipsbinden einen Planeten gebaut, in dessen Innerem die Geschenke waren, in einem Jahr bekam ich von den beiden ein ganzes Hogwarts aus Fimo, den Dobby habe ich immer noch; einmal den Stall zu Bethlehem aus Fimo, in jedem Jahr bricht einem bedauernwerten Geschöpf noch ein Ohr o.ä. ab, aber ich mag die wirklich sehr. Für das Kind gab es schon einen Zoo oder zwei Hochhäuser nach einem Buch, das sie in der Zeit sehr gern mochte und aus dem wir die Zeichnungen kopiert und verwendet haben. Als sie Filmfreak war, bekam sie einen Kalender auf einem Filmplakat.

Inzwischen sind wir so viele, das jeder (mindestens) einen eigenen hat und es außerdem noch einen Familienkalender gibt. Für letzteren haben wir im vergangenen Jahr die playmo-Krippe und die drei heiligen Könige gekauft, jeden Tag nimmt einer von uns eine Figur raus und nach und nach baut sich die ganze Bethlehem-Szene auf.

Den einzig wirklich selbstgemachten Kalender bekam MEL, wo im Internet ich die Anregung dazu gesehen habe, habe ich leider vergessen.


Bei Edelhoff habe ich den Rahmen gefunden, ein einfacher quadratischer Holzrahmen (ca. 32 x 32 cm) ohne Glas mit einer Rückseite aus Sperrholz.
Dann bin ich mit einem Haufen hoffentlich längst vergessener oder sehr witziger Bilder zum Fotoautomaten marschiert und habe viele Kollagen zu je sechs Bildern gebaut. Eigentlich haben mir später ein paar Bilder gefehlt, die noch kleiner waren, aber das ist nicht schlimm. Also vielleicht zwei Kollagen davon mit sieben Bildern machen.

Wieder zu Hause habe ich die Bilder zunächst ausgeschnitten und rumprobiert, welche ich nehmen will und wie sie in den Rahmen passen. Für mich war es eine gute Idee, alle Bilder auszuschneiden und alle gleich großen auf einen Haufen zu legen, das heißt dann aber, dass man später jedes Bild einzeln zuerst auf Pappe (z.B. aus einem alten Stiefelkarton) und dann auf Geschenkpapier kleben muss. Ungünstig sind Bilder, bei denen jemand den Kopf oben in der Mitte hat, denn dorthin wird die Öse zum Aufhängen geschlagen, da ist dann schnell der Kopf weg. Außerdem habe ich ein Foto gemacht, als alle Bilder an Ort und Stelle lagen, damit ich später die gleiche Anordnung wieder hinbekomme, wenn die Bilder aufgeklebt sind.

Jetzt nur noch vorsichtig winzige Nägel einschlagen und schon kann man die Bilder anhängen. ich habe darauf verzichtet, sie durchzunummerieren, MEL sucht sich jeden Morgen selbst aus, welches er umdreht. Das heißt, er delegiert die Entscheidung auch hin und wieder an die Kinder. Da MEL weit weg von zu Hause ist, habe ich darauf geachtet, dass es genügend Bilder seiner "fernen" Verwandten gibt. Nach Weihnachten fährt er zu ihnen, so ist der Kalender doppelt bedeutsam für ihn.


Das in der Mitte ist unser Familienkalender mit den Krippenfiguren und auf den Kalender ganz links bin ich besonders stolz, weil er so schön und so simpel ist. Bei nanunana gab es diese 24 Buttons und ich habe spontan beschlossen, das wird mein Kalender, jeden Tag werde ich den entsprechenden Button tragen. Als Kalender musste ich nur noch einen IKEA Bilderrahmen nehmen, die Pappe von nanunana ein wenig zurechtschneiden, die Buttons vor das Glas legen und schon kann ich mir jeden Tag meinen Button von der Wand pflücken. Cool, oder? MEL hat es sich dennoch nicht nehmen lassen, mir noch ein ganzes kleines Weihnachtsdorf mit 23 Häuschen, einer Kirche, Baum, Weihnachtsmann und Schlitten hinzustellen :)

Für die Primadonna, die wohl einen selbstgebastelten aber keinen Kalender mit Schokolade will, bin ich ebenfalls bei Edelhoff fündig geworden. Dort gab es einen großen weißen Stern mit 24 kleinen Sternen drin. Ich hab leider vergessen, ein Foto zu machen, bevor die Schleife drum war. Der Primadonna haben meine Buttons auch so gut gefallen, so dass ich rasch noch einen Satz gekauft habe und jeden kleinen Stern mit einem Button und einer kleinen Schleife zugebunden habe, um die schönen Sterne nicht zu beschädigen. Wenn ein Geschenk nicht in den Stern gepasst hat, gab es einen Zettel, auf dem steht: Guck mal hinter dem Bonbonglas in der Küche oder so.

 

Mittwoch, 2. Februar 2011

umfassendes Recycling

Es hilft nichts, Weihnachten ist vorbei und die Frage stellt sich, wohin mit dem ganzen Weihnachtsbaumschmuck, dem Baum selbst und ob der Papa den Baum nur deshalb abgeputzt und zerlegt hat, damit das Kind traurig ist.

Auf zwei dieser drei Fragen gibt es eine Antwort: RECYCLING - think green :)


Yep, wir haben unseren tatsächlich in den Tierpark gebracht, natürlich vorher gefragt. Den happigen Eintritt von 30 Euro für drei Zahlende und einen Zwerg hat uns der Elefantensnack nicht erspart, aber die Kinder und das eigene gebeutelte Gewissen waren begeistert. Worauf die Große aus der Ferne lakonisch fragte: Hm, ist gefressen werden nun so viel besser als verbrannt werden? Merke: Tja, was eigentlich? :)

Lametta hatten wir nicht - "Dann können die Elefanten den ja nicht mehr fressen!", aber die Tilda-Vögel. Auch die lassen sich recyceln, unsere Stylistin führt das gleich mal vor: