Montag, 20. Februar 2017

Greenpig

Als das kleine Mädchen noch viel kleiner war, als es heute ist (und selbst heute hätte es noch keinen Hogwartsbrief, so klein ist es), da erklärte sie auf die Frage, was sie mal werden wolle: ein Green Pea. Denn Greenpeace, das ergab ihre Sprachanalyse, müsse die Mehrzahl von - ja eben von Grienpieh sein. Ihre große Schwester und ich fanden viel naheliegender, dass sie halt eine grüne Erbse ist und ziemlich klein noch dazu. Kinder von mir sind gern eher grün, aber das ist eine andere Geschichte.

Jedenfalls ist das kleine Mädchen inzwischen Umweltaktivist, Weihnachtsgänseschützer und Fleisch-nur-im-Notfall-Esser und hat wenig Bedarf, Geld rauszuschmeißen. Alles zusammen gipfelt bis jetzt in einem gutgefütterten Sparschwein und einer kleinen 3-Mann-Umweltgruppe, die sich "Greenpigs" nennen. Viel mehr weiß ich darüber auch nicht. Nun war das kleine Mädchen in den vergangenen Tagen ziemlich krank und ich mit ihm zu Hause, so blieb Muße für ein kleines Trost-Greenpig. Die Anleitung, dasselbe in grün natürlich, hier:



Dienstag, 6. Dezember 2016

Minzmuffinbrownies

Wir haben einen echt schweren Tag vor uns: Mittags sind wir bei Freunden zum Mittag eingeladen, nachmittags zum Kaffee zum 75. und abends Chinesisch essen. Ob ich uns Brote für unterwegs mache? :)

Ich hatte versprochen, zum Geburtstag zu backen, soll ich nicht, weil ich so irre viel zu tun habe, mach ich aber doch, weil ich finde, ein 75. ganz ohne selbstgebackenen Kuchen ist auch blöd, jedenfalls, wenn man zu Hause Kaffee trinkt. Muffins haben den Supervorteil, dass man den Freunden mittags welche mitbringen kann, ohne die ganze Geburtstagstorte zu ruinieren. Im Rezept stand was von Minzöl und grüner Speisefarbe, ich hab frische Minze in die Creme-Double.Mischung gehackt und Farbe weggelassen. Der Teig ist Brownieteig mit extra Schokostückchen, die das ganze aber heftig fest machen. Aber die Creme ist gut: 

Creme für 12 Muffins: 3xCreme double, 50 g Puderzucker mit 2 Sahnesteif gemischt und gesiebt, 100 Gramm Joghurt, gehackte Minzblättchen.

Tischsets inspiriert bei IKEA

IKEA meint, Tischsets wären spießig, außer man klebt sie auf. Das musste ich ausprobieren, von den Kalendern war eh noch Musterklebeband übrig.

2. Advent war auch gerade, passt.

Expecto patronum! Kalendergeschichten

War nicht grade noch September? Und jetzt schon wieder Adventskalender?? Wow ...

Moment, da war noch was :) Zwischendurch war ich, wo ich seit 25 Jahren hinwollte, neugierig? https://magacuki.wordpress.com (nee, die Ostsee war es nicht, also nicht direkt) 

Jedenfalls hat mich so sehr das Lofoten-Norwegen-Weh, dass ich einen Teil meines überraschend gigantischen Resturlaubs genommen habe, Fahrpläne, Flugpläne und Deckspläne studiert habe und - hiergeblieben bin. Nein, dazu möchte ich jetzt nichts sagen.

Egal, das große Kind kam also zu uns, damit wir der Hütte das Magic Cleaning Treatment verpassen (nein, ich möchte auch dazu nichts sagen) und herausgekommen sind zwei der genialeren Adventskalender unserer Familiengeschichte.


Der Potterfan mit dem Potterzimmer hat nun endlich einen Besen (ein geschlagenes Jahr hat er als Baumarkt-Reisigbesen getarnt in meinem Wohnzimmer gestanden - also der Besen, nicht der Fan),




während das Mädchen mit dem Schal, Hardcorefan ihres Zeichens, bis Weihnachten neben einem Patronus aufwacht.


Den trimagischen Pokal für den Patronus reiche ich uneingeschränkt weiter an das große Kind. Am Besen habe ich dann doch mehr Anteil als die reine Bereitstellung der nötigen Materialien. Immerhin habe ich mir die Kalender ausgedacht, auf meinem eigenen Blog muss das zählen, my blog my rules und so :)



Unsere Kinder haben Pech mit ihren sprachlehrambitionierten Eltern, auf allen Umschlägen stehen nur die Zahlwörter auf Spanisch resp. Französisch. Beim Spanischen hab ich sogar die korrekte Silbentrennung gegoogelt (und die Zahlen). OK, bei Französisch auch :) Später hab ich gesehen, dass MEL das früher schon mal für mich mit Norwegisch gemacht hat, kann ich jetzt natürlich viiel besser würdigen (verstehen und aussprechen :))



Voriges Jahr, heißt es, hätte ich mich beschwert, keinen Kalender vom da gerade frisch ausgezogenen großen Kind bekommen zu haben, das kann sie nur hier gelesen haben, denn wissentlich habe ich dazu nichts gesagt. In diesem Jahr bekomme ich von ihr einen großartigen Kalender und sie hatte ihn schon im November fertig!! Gut, dass ich ganz sicher weiß, dass sie mein Kind ist, sonst kämen mir Zweifel :)


Jaja, auch das große Kind bekommt einen Kalender. Hier musste ich improvisieren, denn a) legt es explizit Wert auf mehr als einen Postkartenkalender (dabei war der sehr schön) und b) war es mehrere Tage lang den ganzen Tag bei mir zu Hause und ich war alles andere als im November fertig. Wie auch?! Sie hat ein XXL-Ausmalbild bekommen (das macht sie gerne, gab's im Dänischen Bettenhaus) und einen Satz Aquarellbuntstifte. Die Stifte waren sowieso nach dem Künstler-Farbschema durchnummeriert, ich bin davon ausgegangen, dass die Jungfrau in ihr es nicht aushält, sie nicht der Reihenfolge nach Tag für Tag in ihr Stiftemäppchen zu sortieren, also bin ich bei der Verteilung auf die 24 Päckchen im Großen und Ganzen bei der aufgedruckten Reihenfolge geblieben. Wenig überraschend ist ihr der tiefe Sinn der Sortierung nicht aufgefallen, wer guckt auch schon auf die Nummer eines Buntstiftes ...

Für die kleinen Kinder hatte MEL ein Preisgeld ausgelobt, wenn sie es schaffen, einen virtuellen Weihnachtskalender zu programmieren. Den darf ich jeden Tag aufmachen anklicken und wehe, dafür nehme ich mir morgens nicht die Zeit, inkl. Computer hochfahren, denn auf dem Handy läuft Scratch nicht ordentlich :)


Making of: 
Patronus: Silber-Edding auf dicker schwarzer Pappe, beides Künstlerladen. Die Pünkte sind Acryl mit der Zahnbürste aufgespritzt. Die Pappe haben wir an der Oberseite auf einen silbern angesprühten Lattenrest geschraubt. 6 Haken rein, fertig. Die Latte selbst ist einfach mit Angelsehne an die Scharniere der (nicht benutzten) Flügeltür gehängt mit einem Schwebezauber belegt. Links vorn sieht man noch das Monster's book of monsters vom vorigen Jahr; den IKEA-Lichtwald liebe ich und bastle ihn jedes Jahr in den Kalender.

Nimbus 2000: Aus einem Baumarkt-Reisigbesen die eingeflochtene Schnur lösen, Borsten rund statt flach neu binden. Wir haben schokobraunen und goldenen Sprühlack benutzt. Nach dem Trocknen Reisig mit goldenem Geschenkband abbinden. Lichterkette eindingsen, Besen mit Angelsehne aufhängen. Man muss ein bisschen probieren, die Besen haben einen Schwerpunkt, der optisch nicht so viel hermacht. Das lässt sich mit der Aufhängung z.B. im goldenen Abbindeband ausgleichen. Damit der Besen schräg hängen kann und die Umschläge nicht nach unten rutschen, hatte ich braune Zopfgummis auf dem Besenstiel verteilt. Unser Nimbus hat ein Lederetikett, auf dem in Gold(edding) "Nimbus 2000" steht. Dieses Lederetikett wollte ich eigentlich mit Minischrauben anschrauben, aber dafür war ich dann zu hibbelig, jetzt ist es mit Heißkleber angeklebt. Die 1-24 Umschläge sind beim Magic Cleaning aufgetaucht (immerhin ein Effekt). Leider nicht genug für alle Haus-Farben (rot-grün-blau-gelb), jedenfalls nicht so, dass die Jungfrau einen zufriedenstellenden Gleichverteilungszustand hätte erreichen können, deshalb schlussendlich grün und schwarz.

Montag, 15. August 2016

Torte hoch drei

August/September - yep, Jungfrauenpeak, bin durch!

Das große Kind und das mittlere seilen sich ab - nach Schottland. Das große will zu seinem Geburtstag in den Highlands wandern, der Bruder sagt: cool, kann ich mitkommen?, die Große: klar, warum nicht, ich (also ich) zahle. So ungefähr. Und die große kriegt es fertig zu jammern, dass sie dann ja keinen Kuchen habe. Ach was, und ich hab kein Kind, wo ich doch schon IMMER, jawohl, von der ersten Minute an, bei ihren Geburtstagen dabei war! First cut is the deepest und so. Natürlich kriegt sie ihren Kuchen, wenn auch erst bei der Rückkehr.

Klar zu erkennen :) - eine schottische Fahne
Der Mittlere, der als nächstes mit Geburtstaghaben dran ist, kriegt fast nix, also er bekommt Fotos von Schottland und auch eine Torte, Waldfrüchte waren gewünscht:


Zwei Tage später ist MEL an der Reihe, es ist Montag, erster Schultag, ein Kind wechselt die Schule, MEL liebt Blätterteig und will was mit Weintrauben, das muss man frisch machen. Ein leicht hysterisches Lachen sitzt mir jetzt schon in der Kehle. Außerdem können wir Kuchen echt nicht mehr sehen ...

Blätterteig zu zwei runden Platten ausrollen, übereinander legen
und backen. Nach dem Backen vorsichtig eine Schicht abheben.

auf dem unteren Teil Früchte und geschlagene Sahne verteilen,
oberen Teil wieder aufsetzen.  Aus dem Teigresten hatte ich Vögel
ausgestochen, die sehr plastisch aus dem Ofen kamen.
Die Kinder fandes es niedlich und wir haben blöd gegrinst.

Poolposition


Einen Großteil meiner Sommerenergie habe ich an einen Feriengast abgegeben und viel über griechische Landschildkröten gelernt. Was der Tatsache geschuldet war, dass ich zwei Wochen lang eine Schildkröte von Kollegen in Pflege hatte und über die Viecher nicht viel mehr wusste, als wo oben und unten ist und wo hinten und vorn (letzteres, wie sich zeigte, auch nicht sicher). In der Zeit hab ich echt viel Wildkräutersalat gegessen, da sag noch mal einer, ein Veggie frisst dem andern kein Gänseblümchen weg ... :))


Samstag, 6. August 2016

to kondo

Und ich hatte echt vor, MEL mit einer komplett (na wenigstens mein Zeug) entrümpelten Wohnung zu überraschen, ätherisch clean und frisch gestrichen, pah! Den Floh ins Ohr gesetzt hatte mir Magic cleaning, klingt ja auch super, nur zu besitzen, was einen glücklich macht und den Rest rauszuschmeißen. Mit den Klamotten soll man anfangen und zwingend ALLE Klamotten auf einmal aufräumen: alles (wirklich alles) auf einen Haufen und dann entscheiden, welche Teile einen glücklich machen und den Rest außerhalb der Wohnung entsorgen. Das große Kind wollte mir helfen (oder vor dem Entsorgen Leichenfleddern).

Jedenfalls haben wir schwungvoll ALLE Klamotten (bis auf mein geliebtes pinkes Sommerkleid, das bis zu diesem Zeitpunkt in diesem Sommer noch nicht aufgetaucht war und eine Yogahose, die ich verzweifelt noch immer suche, im Wohnzimmer auf den Boden geschmissen - und da verließen sie sie ... Ich hatte einfach null Lust, jedes Teil in die Hand zu nehmen. Nun muss das Glücklichwerden ja nicht zwingend mit Lust verbunden sein, also setzte ich mich in meine Klamotten und begann nach Anleitung jedes Teil in die Hand zu nehmen. Vorher hatte ich mit der Buchhändlerin geklärt, dass ich das Buch nicht zurückbringen kann, wenn ich es in den Schrank/auf das Regal/mitten ins Chaos lege und anderntags nicht aufgeräumt ist. Schade eigentlich.

Ich sitze da also, das anwesende Kind lauert auf Beute und warte, ob mich eins meiner T-Shirts glücklich macht. Machen sie nicht, jedenfalls nicht explizit. Ohne Umschweife sortiere ich immerhin aus, was mich ganz klar nicht glücklich macht. Als mich das große Glück auch beim 10. Shirt noch nicht befallen hat, kommen mir langsam Zweifel, ob ich nicht zu viel von meinen T-Shirts verlange. Immerhin sollen die Dinger etwas schaffen, was weder ich noch MEL zuverlässig hinkriegen. 

Und dann erwische ich meine Yogahose. Die, in der ich mich zum Training traue, weil sie gewissen eigenwilligen Regionen mit Bewegungsdrang Einhalt gebietet, weil das Training Spaß macht und ich bis zu den Ohren vollgepumt mit Endorphinen vom Training komme. Ah cool, so ist das gemeint! Ähnlich glücklich machen mich ein gelber BH mit Ringerrücken (steht mir gut) und ein H&M-Shirt mit Federn drauf. Und eine Haremshose, aber die hab ich grad eh an. So, wenn ich den Rest jetzt echt wegwerfe, weil er mir bestenfalls egal ist, müsste ich am Montag in Yogahose, BH und Federshirt zur Arbeit gehen, ich bin mir nicht sicher, dass das da, wo ich arbeite, gern gesehen wird. 

Das war der Moment, als noch immer viel Zeug rumlag und mich die Motivation, wie soll ich sagen, kurz am Popo geküsst hat. Meine bessere Hälfte hat dann doch noch das meiste zu Ende sortiert, Strumpfhosen gerollt  und Schlüpperrollen hochkant in Schubfächer gestellt und nur ganz wenig auf dem Boden liegenlassen, darum hat sich dann MEL gekümmert, als er mit den Vorbereitungen zum alljährlichen Jungfrauenpeak beginnen wollte.

heute habe ich leider kein Foto für dich :)