Neue lunchbags waren gefragt, na bitte (jeweils vorn und hinten):
Ich habe einen neuen Verschluss erfunden, wir erproben ihn noch ... Umgesetzt werden sollte Sylvias Vorschlag, die bags zweimal umzuklappen, damit sie richtig zu sind. Dafür muss man das Bändchen "mitten am Stoff" annähen und kann es nicht in der oberen Nahtkante mitfassen. Bei den Himbeeren und den Möhren habe ich eine Öse eingeschlagen, gut gegen Ausreißen gesichert mit Vlieseline oder einem Stoffstück. Dann Bändchen durchziehen (nachdenken, in welche Richtung es später zeigen soll und in welche Richtung man dementsprechend die Enden haben will. Bei Synthetikband die Enden mit einem Feuerzeug gegen Ausfransen sichern, feststeppen. Ich mach das von links und male mir die Öse und den geplanten Nahtverlauf auf. Damit sich die Öse nicht durchscheuert, schleife ich sie (mit Sandpapier aus der Nagelfeilenabteilung) und habe noch etwas Stoff drübergesteppt.
Dienstag, 25. Oktober 2011
Freitag, 21. Oktober 2011
Pony Boy
Eigentlich bin ich ja ein großer Tilda-Fan, aber dieses Dalapferd ist mir irgendwie zu sehr Chopper. Frau Finnanger stopft die richtig zum Hinstellen und wenn das Pferd dann nur ein Ohr hat und keine Standfläche in den Füßen (wie bei den Matrjoschkas), ach, ist ja auch egal.
Beim Nähen und Stopfen fiel mir auf, dass das als Schnuffeltuch besser funktionieren wird, also gab es nur sehr wenig Füllwatte, im Kopf ein bisschen mehr.
Dafür hat es zwei (zugegeben auch nur minimalistisch, ich sagte doch, dass es zeitlich eng wurde?) bestickte Taschen, in die ein Schnulli könnte, oder wenn man Zeit gehabt hätte, ein Apfel und/oder eine Möhre aus Filz, damit gelangweilte 1 1/2 jährige ihr Pferdchen auch noch füttern können. Interaktives Schnuffeltuch sozusagen.
Am allerinteressantesten fand ich, dass meine Kinder das Vieh als Giraffe(!) sehen. Also wenn so eine Giraffenmähne einen kurzen Hals und um den Kopf die nicht zu leugnende Ähnlichkeit mit einem Wildschwein schlägt, glaube ich unbesehen, dass die Werbetypen mit uns alles machen können. Es braucht nur den richtigen Schlüsselreiz ...
Dann eben nicht
Zum ersten Mal hat bei mir ein Schnitt nicht funktioniert :(
Ich habe den superflauschigsten Plüschstoff, den man sich denken kann (nici home über ebay) und werde mich endlich an die Pflasterkatze aus dem Buch Meine Kuschelfreunde machen, ein Vieh, dass sich mein Sohn wünscht, seit ich das Buch habe und das nun wieder mal an ihm vorbei an den 3 1/2 jährigen Sohn meiner Cousine ging.
| zuerst die Beine und Arme an je eine Körperhälfte nähen und danach den Bauch zunähen, wer das kann, ist auch mit Passzeichen nicht überfordert, oder? |
Trotzdem hätte ich gern verstanden, wie Frau Schons sich das eigentlich gedacht hat ... Vielleicht kann man, simplify hin oder her, beim nächsten Mal für die ganz uninspirierten User doch unauffällig Passzeichen einfügen?
Für Mit- und Nachmacher: Bei mir verrutscht Fell gern, das liegt wahrscheinlich an den Härchen, die sich gegenseitig so gut schieben. Weil ich das inzwischen schon kenne, nähe ich die Teile von einer Seite und gucke vor dem Wenden auf der anderen Seite nach, ob ich nicht zu nah an den Rand (oder gern auch unzulässig weit weg davon) gekommen bin. Im schlimmsten Fall heißt es trennen, oder eben einfach nur noch mal nachnähen.
Für die Innen- (bzw. jetzt Außen-)seiten der Arme und Beine habe ich einen Sternenstoff (danke, Tina) recycelt, der damals so gar nicht zum Tilda-Zirkuszelt werden wollte. Die Abnäher vom Zeltdach hab ich einfach drin gelassen und wetten, alle denken, boah, ist das kompliziert, sogar Abhäher hat sie in die Arme genäht!
Sonntag, 25. September 2011
Rock me baby!
Kaum gedacht, schon gemacht - so lief das gestern im Hause magacuki! Absolut zufällig über einen neuen Stoffladen in der Solmsstraße gestolpert, das große Kind hat bei miss.magacuki das Abiballkleid in Auftrag gegeben, da wurde das kleine Stoffkauf- und -guckverbot mal kurz weniger streng gehandhabt. Abiballkleiderstoffe gab es nicht, aber Gartenzwerge mit großen Polkadots (sic!) und Piepvögel mit Herzen hatte das Minikind sofort ins Herz geschlossen.
Die Gartenzwerge in einen Rock zu zwingen überstieg gestern sogar míss.magacukis Vermögen, aber die Piepser konnten heute schon ins Freie:
Für Techno-Freaks ;)
Der Schnitt ist der gleiche wie beim Einschulungsrock für meine Nichte (ottobre 1/2010-20). Er hat wieder ein Jerseybündchen und zusätzlich eine frei hängende Tasche, extra links auf rechts genäht und dann am oberen Rand zwischen Vogelstoff und Bündchen mitgefasst. Das Kind ist von dieser Tasche über die Maßen entzückt, warum auch immer, vielleicht, weil sie so eine noch nie hatte (technisch war die Lösung noch nicht ganz ausgereift, aber da es in der Familie bleibt, habe ich nicht weiter dran rum gefummelt. Man muss offenbar zuerst die Rückseite der Tasche verstürzen, dann den vorderen Taschenteil aufnähen, aber das macht sie sicher sehr sperrig, sind ja dann 3 Lagen; na ja beim nächsten Mal - nur kurz für meine Nähfee: Die Nahtzugabe ist das Problem, die mal nach vorne und mal nach hinten gehört).
Dafür ist mir was anderes cooles geglückt: Der Rock hat nur eine Naht, eine Seitennaht für's Fummelchen :)), die andere Seitennaht lag im Stoffbruch. Dafür musste man den Schnitt zweimal abpausen und zusammenkleben. So haben 60 cm gereicht, nicht egal bei 14 Euro/m, oder? :))
Nachtrag: Das Kind dreht den Rock so, dass die Tasche an der Seite ist. Recht hat sie, sieht viel besser aus und wen stört's, dass die Seitennaht dann nicht ganz nach Vorschrift sitzt?!
Die Gartenzwerge in einen Rock zu zwingen überstieg gestern sogar míss.magacukis Vermögen, aber die Piepser konnten heute schon ins Freie:
Für Techno-Freaks ;)
Der Schnitt ist der gleiche wie beim Einschulungsrock für meine Nichte (ottobre 1/2010-20). Er hat wieder ein Jerseybündchen und zusätzlich eine frei hängende Tasche, extra links auf rechts genäht und dann am oberen Rand zwischen Vogelstoff und Bündchen mitgefasst. Das Kind ist von dieser Tasche über die Maßen entzückt, warum auch immer, vielleicht, weil sie so eine noch nie hatte (technisch war die Lösung noch nicht ganz ausgereift, aber da es in der Familie bleibt, habe ich nicht weiter dran rum gefummelt. Man muss offenbar zuerst die Rückseite der Tasche verstürzen, dann den vorderen Taschenteil aufnähen, aber das macht sie sicher sehr sperrig, sind ja dann 3 Lagen; na ja beim nächsten Mal - nur kurz für meine Nähfee: Die Nahtzugabe ist das Problem, die mal nach vorne und mal nach hinten gehört).
Dafür ist mir was anderes cooles geglückt: Der Rock hat nur eine Naht, eine Seitennaht für's Fummelchen :)), die andere Seitennaht lag im Stoffbruch. Dafür musste man den Schnitt zweimal abpausen und zusammenkleben. So haben 60 cm gereicht, nicht egal bei 14 Euro/m, oder? :))
Nachtrag: Das Kind dreht den Rock so, dass die Tasche an der Seite ist. Recht hat sie, sieht viel besser aus und wen stört's, dass die Seitennaht dann nicht ganz nach Vorschrift sitzt?!
Donnerstag, 15. September 2011
Ein Outstanding in Verwandlung
Eine Eule bitte als Spieluhr für Harry, kein Problem für Mme M., die Verwandlung sicher bei Prof. McG gelernt hat :)Ausgangspunkt war ein Schnittmuster und die Vorlage aus Anna spezial E 809. Wenn wir ganz ehrlich sind, hat der schon was von einer Eule, oder?
Dazu die Google-Bildersuche nach Schneeeule und schon ist man ein gutes Stück weiter.
Tja und nach ein wenig Zauberei hatte sich der Pinguin in eine Schneeeule verwandelt:
Tja und nach ein wenig Zauberei hatte sich der Pinguin in eine Schneeeule verwandelt:
In zwei um genau zu sein, denn Hedwig ist musikalisch und singt. Wenn man die Spieluhr in ihrem Bauch aufzieht. So war es in Auftrag gegeben. Und da so einer schönen Schneeeule nicht einfach nur eine Perle auf dem Rücken baumeln kann, gab es Hedwig mit Pigwidgeon. Letzterer hatte die Perle sozusagen "verinnerlicht".
Harry ist ja kein Baby mehr, deshalb wird Hedwig auch nicht an einer Schnur aufgehängt, sondern sitzt. Also konnte man die Spieluhrschnur nicht an den Füßen rauskommen lassen, da wird sie nicht flüssig eingezogen. Und eigentlich könnte die Eule einen breiteren Schwanz haben, beim nächsten Mal Verwandlung vielleicht.
Für die Flügel und die abgesetzten Teile hatte ich ein Stück Robben(kunst)fell. Die Füße sind aus Lockenplüsch, der auch schon bei einigen Tilda-Kaninchen mitspielt.
(mehr Bilder in der Galerie)
Montag, 5. September 2011
Schwarz für's Schulkind
Andere Länder, andere Sitten - in Ungarn gehen Kinder zu Feierlichkeiten in schwarz-weiß. Wir nennen das naheliegend "pingvin" - schon habt ihr ein ungarisches Wort gelernt, geht doch :)
Als meine Tochter in Ungarn eingeschult wurde, wusste ich davon nichts, wir haben ihr also hier in Deutschland ein sehr schönes grünes Kleid gekauft, grün war damals ihre Lieblingsfarbe, sie hieß sogar zöldgyerek, grünes Kind. Außerdem hatte ich ihr im Jahr zuvor die Haare kurz schneiden lassen, danach durfte sie sie wachsen lassen, bis wohin sie wollte. Leider war kurz in dem Fall extrem kurz, so dass es die Haare in dem Jahr gerade mal knapp auf Kinnlänge geschafft hatten. Zur Schuleinführung saß da also ein blondes, kurzhaariges, leuchtend grünes Kind zwischen all den dunkel- und natürlich langhaarigen ungarischen Pinguinmädchen; sie hat es mir bis heute nicht wirklich verziehen.
Bei meiner Nichte sollte mir das nicht passieren. Der Konfetti-Rock aus der ottobre hatte es uns angetan:
Was mit Stecknadeln noch neckisch aussah (und natürlich sind die Kreise handgeschnitten), war mit schwarzem Garn angenäht einfach nur blöd. Meister, trennen! Ich hatte auch schwarzen Pünktchentüll als vorblitzenden Unterrock versucht, alles oll. MEL meinte, sieht nach Beerdigung aus, ich dachte: meine Rede!, aber wer von uns steckt denn hier kleine Mädchen in schwarze Röcke?!
Und das ist es dann geworden, ich finde, so kann sie sich auch als Pinguin sehen lassen:
Da meine Nichte ein zuckersüßes, liebenswertes Wesen ist, das bei all ihren herausragenden freundlichen Eigenschaften nur nicht ganz gertenschlank geblieben ist und ich auf 1000 km Entfernung nicht so genau wusste, ob ich das Maßband wohl richtig abgelesen habe, dachte ich, ein elastischer Bund wäre eine prima Entscheidung.
Das Stickmotiv entstammt einer sehr frühen ottobre (4/2004) und wurde mit Solufix, einer sich auflösenden Vlieseline gestickt (wenn man fertig ist, einfach nass machen, dann verschwindet sie), dazu ein paar Pailetten und Perlen. Der Rockstoff ist ein Oberhemdenstoff im schrägen Fadenlauf, der Jersey vom Bund zweifarbige Viskose (Meterware) mit 5% Elasthan. Innen ist er grau, aber das sieht man nicht, weil ich ihn doppelt genommen habe. Wer das nachmachen will und sich noch nicht so gut damit auskennt, die gemessene Hüftweite muss g-e-d-e-h-n-t erreicht werden :)) und den Jersey auch beim Annähen dehnen (möglichst nur den Jersey), eine Overlocke macht sich dazu ganz prima.
Elastikbündchen haben den großen Vorteil, dass man mit ihnen die Rocklänge variieren kann. Einfach nicht oder eben doch umschlagen oder tiefer auf der Hüfte tragen. Und es zählt nicht jedes Stück Kuchen vom Kuchenbasar :) Hier sieht man den Fall schon und die hangenähte Saumnaht. Ah ja, so lang wäre das Bündchen, wenn man es nicht umschlägt. Hält natürlich trotzdem.
Mehr dieser Röcke gibt's unter Rock me baby (September) und im Dezember 2011.
Als meine Tochter in Ungarn eingeschult wurde, wusste ich davon nichts, wir haben ihr also hier in Deutschland ein sehr schönes grünes Kleid gekauft, grün war damals ihre Lieblingsfarbe, sie hieß sogar zöldgyerek, grünes Kind. Außerdem hatte ich ihr im Jahr zuvor die Haare kurz schneiden lassen, danach durfte sie sie wachsen lassen, bis wohin sie wollte. Leider war kurz in dem Fall extrem kurz, so dass es die Haare in dem Jahr gerade mal knapp auf Kinnlänge geschafft hatten. Zur Schuleinführung saß da also ein blondes, kurzhaariges, leuchtend grünes Kind zwischen all den dunkel- und natürlich langhaarigen ungarischen Pinguinmädchen; sie hat es mir bis heute nicht wirklich verziehen.
Bei meiner Nichte sollte mir das nicht passieren. Der Konfetti-Rock aus der ottobre hatte es uns angetan:
Was mit Stecknadeln noch neckisch aussah (und natürlich sind die Kreise handgeschnitten), war mit schwarzem Garn angenäht einfach nur blöd. Meister, trennen! Ich hatte auch schwarzen Pünktchentüll als vorblitzenden Unterrock versucht, alles oll. MEL meinte, sieht nach Beerdigung aus, ich dachte: meine Rede!, aber wer von uns steckt denn hier kleine Mädchen in schwarze Röcke?!
Und das ist es dann geworden, ich finde, so kann sie sich auch als Pinguin sehen lassen:
Da meine Nichte ein zuckersüßes, liebenswertes Wesen ist, das bei all ihren herausragenden freundlichen Eigenschaften nur nicht ganz gertenschlank geblieben ist und ich auf 1000 km Entfernung nicht so genau wusste, ob ich das Maßband wohl richtig abgelesen habe, dachte ich, ein elastischer Bund wäre eine prima Entscheidung.
Das Stickmotiv entstammt einer sehr frühen ottobre (4/2004) und wurde mit Solufix, einer sich auflösenden Vlieseline gestickt (wenn man fertig ist, einfach nass machen, dann verschwindet sie), dazu ein paar Pailetten und Perlen. Der Rockstoff ist ein Oberhemdenstoff im schrägen Fadenlauf, der Jersey vom Bund zweifarbige Viskose (Meterware) mit 5% Elasthan. Innen ist er grau, aber das sieht man nicht, weil ich ihn doppelt genommen habe. Wer das nachmachen will und sich noch nicht so gut damit auskennt, die gemessene Hüftweite muss g-e-d-e-h-n-t erreicht werden :)) und den Jersey auch beim Annähen dehnen (möglichst nur den Jersey), eine Overlocke macht sich dazu ganz prima.
Elastikbündchen haben den großen Vorteil, dass man mit ihnen die Rocklänge variieren kann. Einfach nicht oder eben doch umschlagen oder tiefer auf der Hüfte tragen. Und es zählt nicht jedes Stück Kuchen vom Kuchenbasar :) Hier sieht man den Fall schon und die hangenähte Saumnaht. Ah ja, so lang wäre das Bündchen, wenn man es nicht umschlägt. Hält natürlich trotzdem.
Mehr dieser Röcke gibt's unter Rock me baby (September) und im Dezember 2011.
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